Eutelsat

Sportrechte: Bundesliga in lokalen Kabel- und IPTV-Netzen möglich

Eutelsat bietet offenbar für sein Vorleistungsprodukt KabelKiosk mit
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Versenkt Eutelsat den Sportrechte-Ball an der Telekom und Sky vorbei?Versenkt Eutelsat den Sportrechte-Ball an der Telekom und Sky vorbei? Im Kampf um die Bundesliga-Rechte bringt sich ein neuer Player ins Gespräch. Neben den beiden Platzhirschen Sky und Deutsche Telekom hat offenbar auch der Satelliten-Betreiber Eutelsat Interesse an den Rechten für die Übertragung der Bundesliga. Dabei will das Unternehmen sich aber nicht an Satelliten-Empfangskunden richten, sondern über sein Angebot KabelKiosk regionale Kabel- und IPTV-Anbieter erreichen.

Wie das Hambuger Abendblatt berichtet, habe der Satelliten-Betreiber mit Sitz in Paris bestätigt, dass er erwäge, um die Rechte mitbieten zu wollen. Eutelsat könnte damit dann etwas 3,8 Millionen Haushalte beliefern und sein KabelKiosk-Angebot deutlich aufwerten. KabelKiosk wird von verschiedenen lokalen Kabelnetzen, aber auch IPTV-Anbietern als Vorleistung genutzt. Zu den Kunden zählen unter anderem NetCologne, EWE Tel sowie wilhelm.tel. Insgesamt sollen es etwa 270 Kabelnetze sein. Aktuell befinden sich etwa 120 TV-Sender in dem Angebot, darunter auch HD-Sender. Ein direkter Empfang per Satellit ist nicht möglich.

Eutelsat geht in Konkurrenz zu Sky und Telekom

Eutelsat begibt sich mit der Bewerbung in direkte Konkurrenz zu Sky Deutschland. Sky wurde erst vergangene Woche auf dem Jahresempfang von Eutelsat in Berlin als neuer bedeutender Kunde vorgestellt. Dabei nutzt Sky Eutelsat nicht für das Ausstrahlen seines Programmes, sondern nach Informationen von teltarif.de für die Zuführung der Übertragungswagen, die für den Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD laufend live berichten.

Die Ausschreibung zur Bundesliga wird vermutlich erst im Mai entschieden. Bis dahin gibt es vermutlich noch zahlreiche Bekundungen von Unternehmen, die die Bundesliga-Rechte gerne erwerben würden. Ob und in welcher Form sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) darauf einlässt, dass jemand anderes als Sky oder die Telekom die Rechte bekommen, ist unklar. Die DFL hatte bereits vor einigen Jahren die Rechte nicht an Sky (damals noch Premiere), sondern an Unitymedia gegeben. Der von Unitymedia gestartete Kanal Arena war jedoch schnell wieder eingestellt worden und die Rechte an Sky/Premiere sublizenziert. Arena hatte es nicht geschafft, aus dem Nichts die Verbreitung und eine Kundenbasis aufzubauen.

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