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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
EU: Schwächen beim Schutz von Minderjährigen im Internet09.02.2010
18:00 Regierungsplan gegen Kinderporno-Seiten umstrittenInhaltsverzeichnis:1. Minderjährige sind laut EU zu wenig im Internet geschützt2. Regierungsplan gegen Kinderporno-Seiten umstritten
Minderjährige müssen nach Ansicht der EU-Kommission in
sozialen Netzwerken im Internet besser geschützt werden. Darum
sollten persönliche Angaben und Fotos standardmäßig nur von
Bekannten eingesehen werden dürfen, forderte die Behörde in einem
zum heutigen "Tag des sicheren Internets" veröffentlichten Bericht.
Die Anbieter sozialer Netzwerke seien ihren Pflichten bislang nicht
voll nachgekommen.
nächste Seite: Regierungsplan gegen Kinderporno-Seiten umstritten
Die Kommission hatte mit externen Fachleuten rund 25 Internetangebote wie Facebook, SchülerVZ, MySpace und Youtube unter die Lupe genommen. Sie gehören zu 20 Unternehmen, die sich 2009 selbst verpflichtet hatten, den Schutz Minderjähriger im Internet zu erhöhen. Sie wollten beispielsweise Vorkehrungen gegen Pädophile verbessern, die dort Informationen über Kinder sammeln oder Kontakte zu knüpfen versuchen. Reding fordert Unternehmen auf, mehr zu tunDie meisten Firmen hätten die Risiken tatsächlich vermindert, "indem sie die Änderung von Datenschutz-Einstellungen, das Blockieren von Nutzern und das Löschen unerwünschter Kommentare und Inhalte erleichtert haben", urteilte die Kommission. "Ich erwarte jedoch von allen Unternehmen, dass sie mehr tun", erklärte die scheidende Medien-Kommissarin Viviane Reding, die in der neuen Kommission für Justiz und Grundrechte zuständig ist. Besonders bemängelte die Kommission, dass nur in 40 Prozent der Fälle bei minderjährigen Nutzern die Profile standardmäßig allein von Bekannten eingesehen werden können. Ist das nicht der Fall, können sich Fremde etwa ungehindert die von Kindern und Jugendlichen eingestellten Fotos ansehen oder lesen, was diese in der Freizeit tun oder wo sie zur Schule gehen. Die Kommission kritisierte auch mangelhafte Reaktionen auf die Bitte um Hilfe. "Nur ein Drittel der einschlägigen Unternehmen" antworte auf solche Meldungen. Und nur die Hälfte der Firmen habe es unmöglich gemacht, Profile Minderjähriger per Suchmaschine aufzuspüren. Die in Deutschland sehr populäre Seite Schüler VZ enthalte ausführliche altersgemäße Informationen über Gefahren im Netz, heißt es in dem Bericht. Auch dass persönliche Daten standardmäßig nur für Freunde einsehbar seien, lobten die Tester. Es fehle aber eine externe Alterskontrolle, so dass sich Erwachsene auf SchülerVZ als Jugendliche ausgeben könnten. Die Tester kritisierten zudem mangelhafte Möglichkeiten, persönliche Angriffe zu melden. Facebook macht positiven Schritt rückgängigDen US-Giganten Facebook kritisierte Reding dafür, noch im Januar und damit nach Fertigstellung des Berichts Einstellungen so geändert zu haben, dass persönliche Daten standardmäßig Fremden offenstünden. "Facebook war einer der besten" bei der Umsetzung der Selbstverpflichtung, erklärte Reding. Sie hoffe daher, dass das Unternehmen den Schritt rückgängig mache. Die Kommission wandte sich auch an die Nutzer selbst. Jeder zweite Teenager in Europa gebe im Netz Persönliches preis. Unter Umständen könne dies "für immer" online bleiben und von aller Welt gesehen werden. Das Motto bei Einträgen ("Posts") im Netz müsse darum lauten: "Erst denken, dann posten!" Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte anlässlich des Tags des sicheren Internets in Berlin "ein staatliches Siegel" für vertrauenswürdige Internetangebote. Dies gelte nicht nur im Blick auf Minderjährige, sondern auf alle Nutzer. Der Staat und die Wirtschaft müssten mehr gegen die Sammlung und Nutzung von Daten ohne ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher tun. Auf der nächsten Seite lesen Sie, warum der neue Plan der Bundesregierung im Kampf gegen Kinderpornos umstritten ist. Weitere Artikel zum Thema Eltern und Kinder in der Telekommunikation
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