Musikfreunde sollen zukünftig mehr Hits legal aus
dem
Internet herunterladen können - auch von Webseiten aus dem
europäischen Ausland. Das will die EU-Kommission erreichen und mit
ihrem Aktionsplan
Digitale Agenda generell eine Verbreitung des
Internets mit seinen Angeboten fördern.
Online-Musikanbieter müssen für ein europaweites Angebot mit
zahlreichen Verwertungsgesellschaften in den EU-Ländern einzeln
verhandeln. Deshalb sind viele Internet-Märkte aus Sicht der EU-Kommission immer noch abgeschottet. Verbraucher könnten häufig keine
Musik von Online-Plattformen herunterladen, weil die Lizenzen
nur für ein bestimmtes Land gelten. In den USA gebe es viermal so
viele Musik-Downloads wie in Europa, betonte die Kommission.
Mit dem Aktionsplan will die EU-Behörde den
grenzüberschreitenden Handel über das Internet innerhalb Europas
erleichtern. So sollen etwa Zahlungsverfahren erleichtert, digitale
Unterschriften verbessert und die Rechte in den Mitgliedstaaten
vereinheitlicht werden.
Grenzüberschreitende Geschäfte via Internet gibt es in der EU nur
selten: Lediglich 22 Prozent der Internetnutzer kaufen oder verkaufen
Waren in anderen EU-Ländern.