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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 20.03.2010 |
Vor einem Jahr brachte Google mit Chrome seinen eigenen Browser auf den Markt.
Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Software dümpelt (je nach Schätzung bzw. Erhebung, und die ist schwierig)
bei einem Marktanteil von rund 3 Prozent vor sich hin. Damit gilt zwar, dass er zum Beispiel Opera
hinter sich gelassen hat und nun um den Ranglisten-Platz mit den aufstrebenden Apple-Browser Safari kämpft, ein Erfolg
sieht aber anders aus: An die Sphären des Internet Explorer vom Konkurrenten Microsoft oder auch des
sicheren Zweiten Firefox reicht er nicht annähernd heran.
Nimmt man die puren, technischen Fähigkeiten, folgt diese Verteilung der Marktanteile offensichtlich keiner Logik: In Punkto Geschwindigkeit ist der Internet Explorer unter den aktuellen Browser trotz aller Bemühungen der Redmonder meistens mit Abstand auf dem letzten Platz, selbst Firefox ist je nach Erhebung noch deutlich hinter Chrome angesiedelt. Auch bezüglich weiterer technischer Aspekte galt und gilt Chrome als innovativ. Zudem wurde der Browser zum Start für sein neues, benutzerfreundliches Design gelobt, gebracht hat auch dies freilich wenig. Vielmehr ist Chrome offenbar ein weiterer Beleg dafür, dass Nutzer eben auch "Gewohnheitstiere" sind. Der Internet-Explorer ist vertraut, und die Browser-Geschwindigkeit wie auch zum Beispiel eine hohe Konformität mit Web-Standards dürfte den meisten Durchschnittssurfern in der Praxis nicht so wichtig sein. Zumindest nicht wichtig genug, um sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich dann explizit den Chrome herunterzuladen. Hoffnung für die alternativen Browser-Hersteller bringt daher natürlich die Microsoft-Ankündigung, beim neuen Windows 7 dem Nutzer die Wahl von verschiedenen Browsern direkt bei der Installation zu lassen, doch ob hier Chrome der Nutznießer ist und nicht vielmehr eben der allseits bekannte Firefox, bleibt fraglich. Ein paar Prozentpunkte dürften für den Suchmaschinen-Giganten aber sicherlich herausspringen.
Leidiges Thema: Google und die Datensammelwut
Die Zukunft: Chrome-Browser als Kernkomponente des Chrome OS Weitere Meldungen zum Google-Browser Chrome
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