Der Weg für den
Verkauf des Internettelefonie-Dienstes
Skype
ist frei. Der bisherige Eigentümer
eBay einigte sich
mit den beiden Gründern, die gegen das Geschäft geklagt hatten.
Niklas Zennström und Janus Friis bekommen als Teil der Einigung
14 Prozent an Skype. Sie hatten die Firma 2005 für
2,6 Milliarden Dollar
an das weltgrößte Auktionshaus eBay verkauft. Zuletzt wollten sie den
Kauf von Skype durch eine Investorengruppe stoppen. Sie machten
geltend, dass ihnen immer noch die Rechte an einer
Schlüsseltechnologie des Dienstes gehörten und warfen Ebay und den
Käufern
Urheberrechtsverletzungen vor.
Nach der Einigung übernehme wie geplant eine Investorengruppe den
Mehrheitsanteil von nun 56 Prozent an Skype, teilte eBay heute
mit. eBay selbst werde weiter mit 30 Prozent im Boot bleiben.
Ursprünglich sollten die Investoren um den Internet-Pionier und
Netscape-Gründer Marc Andreessen für 1,9 Milliarden Dollar 65 Prozent
an Skype bekommen.
Skype mit 2,75 Milliarden Dollar bewertet

Skype ist nun Eigentümer der zuvor von einer neuen Firma der
Gründer, Joltid, nur lizenzierten Schlüssel-Software. Zennström und
Friis wollen auch eine Kapitalspritze in nicht genannter Höhe
beisteuern, wie Skype mitteilte. Mit dem nun beschlossenen Verkauf
wird Skype mit 2,75 Milliarden Dollar bewertet.
Die Investorengruppe wird angeführt von der
Investment-Gesellschaft Silver Lake. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr
abgeschlossen werden.
eBay wollte sich schon seit geraumer Zeit von dem
Internettelefonie-Dienst trennen. Die erhofften Synergieeffekte waren
ausgeblieben, das Auktionshaus musste eine Milliarden-Abschreibung
auf den teuren Zukauf vornehmen. Im abgelaufenen Quartal gewann Skype
gut 40 Millionen neue Kunden und hat nun mehr als 520 Millionen
registrierte Nutzer. Der Quartalsumsatz stieg um 29 Prozent auf
185 Millionen Dollar. Die eher moderaten Erlöse erklären sich damit, dass
Skype-Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren
und Textnachrichten verschicken können. Geld verdient die Firma vor
allem bei Gesprächen mit dem gewöhnlichen Telefon-Netz.
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