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E-Postbrief: Guter Vorsprung oder schlechter Frühstart?29.07.2010
18:30 Erfahrungen mit dem neuen E-Mail-Angebot der PostInhaltsverzeichnis:1. E-Postbrief: Guter Vorsprung oder schlechter Frühstart?2. Keine E-Postbriefe oder E-Mails an "normale" E-Mail-Adressen
Der E-Postbrief ist das Konkurrenzprodukt der Deutschen Post zum Projekt De
nächste Seite: Keine E-Postbriefe oder E-Mails an "normale" E-Mail-Adressen
Nach der Anmeldung folgt PostidentAm Anfang der persönlichen E-Postbrief-Adresse steht eine Registrierung. Dafür muss der Nutzer zunächst die Webseite adresse-sichern.epost.de/ aufrufen und einige Fragen zur Person beantworten. Danach erhält er per SMS auf seine Handy einen Code ("TAN"), mit dem er sich erstmalig verifiziert. Damit ist die neue E-Mail-Adresse vorname.nachname@epost.de aber nur reserviert, denn zur Freischaltung sind weitere Schritte erforderlich. Einige Tage nach der Reservierung trifft ein amtliches Schreiben im heimischen Briefkasten ein, in dem die Post einen weiteren Freischaltcode nennt. Mit diesem Code muss der Nutzer muss die Anmelde-Prozedur noch einmal durchlaufen. Dabei verlangt die Post noch weitere Daten wie Geburtsname, zusätzliche Vornamen, Geburtsdatum und -Ort sowie einige andere. Am Ende des Prozesses generiert das Portal ein Formular für das Postident-Verfahren. Letzteres muss der E-Postbrief-Kunde herunterladen, ausdrucken und zur nächsten Postfiliale oder Post-Agentur mitnehmen. In der Filiale überprüft ein Mitarbeiter die persönlichen Daten anhand von Reisepaß oder Personalausweis, kurz darauf signalisierte eine SMS am bereits registrierten Handy: Das E-Postbrief-Konto ist zur Nutzung freigeschaltet. Weitere Konfigurationsschritte folgenNach der Anmelde-Prozedur verfügt der Kunde den der E-Postbrief-Adresse über ein weiteres E-Mail-Konto, das unter "vorname.nachname@dp-mail.de" erreichbar ist. Von der Existenz dieser zweiten E-Mail-Adresse erfährt der Kunde aber erst, wenn er sich durch die Hilfetexte durcharbeitet. Loggt man sich nun mit seiner E-Mail-Adresse und dem selbst gewählten Passwort auf www.e-postbrief.de ein, so öffnet sich nach einer kurzen Animation die ansprechend gestaltete E-Postbrief-Oberfläche. Eine Begrüßungsmail bittet darum, in den Kontoeinstellungen noch einige Ergänzungen vorzunehmen. Dazu gehören Fußzeilen, eine SMS-Alarmierung und ein Bankkonto, von dem die Post anfallende Portokosten abbuchen kann. Des Weiteren fragt das Portal nach den Zugangsdaten eines bereits existierenden POP3- oder IMAP-Kontos bei einem anderen Mailanbieter. Wofür das E-Postbrief-Portal diese Angaben benötigt, bleibt zunächst unklar. Vielleicht ist angedacht, die Mails von dort in das E-Postbrief-Fach zu überführen. Die Vermutung liegt zumindest nahe, denn man kann sogar den Punkt "Nachrichten auf dem Server belassen" ankreuzen. Erst später zeigt sich, dass es offensichtlich auch einen Zusammenhang zwischen der externen E-Mail-Adresse und dem zweiten E-Mail-Konto beim E-Postbrief gibt: Ohne externes E-Mail-Konto lehnt dpmail ankommende E-Mails einfach ab. E-Postbrief bringt zwei unterschiedliche Konten
Vor dem Versand eines E-Postbriefs fragt das System den Kunden, ob die Nachricht an eine andere E-Postbrief-Adresse geht oder mit einem klassischen Brief an eine herkömmliche Postanschrift. Bei jedem Versand eines E-Postbriefs oder einer Änderung am E-Postbrief-Konto muss das Handy griffbereit sein, denn jede Aktion will per TAN-SMS bestätigt werden. Gibt der Nutzer einen falschen Code ein, folgt automatisch eine weitere TAN per Kurzmitteilung. Der E-Postbrief erlaubt auch Datei-Anhänge, handelt es sich bei der Zieladresse allerdings um eine "Papierpost"-Adresse, dürfen Anhänge nur im PDF-Format mit maximal 90 Seiten vorliegen. Die Post druckt den Dateianhang farbig oder in schwarz-weiß aus, verlangt allerdings jenseits von drei Schwarz-Weiß-Seiten 10 Cent pro Blatt. Außerdem steigen die Portokosten ab vier Seiten auf 90 Cent für einen Kompaktbrief und ab zehn Seiten auf 1,45 Euro für einen Großbrief. Als Option ist auch ein Versand per Einschreiben für zusätzlich zwischen 1,90 Euro und 6,72 Euro möglich. Hat der Nutzer alles richtig eingegeben, prüft das System, ob noch ausreichend Guthaben auf dem E-Postbrief-Konto vorhanden ist. Falls dem nicht so ist, schlägt das System eine Bezahlung per Giropay, Kreditkarte oder Lastschrift vor. Aufladungen sind nur in ganzzahligen Euro-Beträgen möglich. Sobald die Zahlung erfolgt ist, muss der Nutzer den Versand erneut bestätigen.
Was mit dem E-Postbrief möglich ist und was nicht, lesen Sie auf der zweiten Seite.
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