Bericht: Verkauf der E-Plus-Sendemasten bereits beauftragt
18.07.2012 12:22
KPN soll Schweizer Großbank UBS die Abwicklung übertragen haben
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 Die Pläne zum Verkauf von E-Plus-Sendemasten sind offenbar bereits weit vorangeschritten
Die Gerüchte um einen geplanten Verkauf von mehreren tausend Sendemasten
durch den Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus haben neue Nahrung erhalten. Einem auf dem Portal der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichten Bericht zufolge sollen die Pläne weit vorangeschritten sein, die Schweizer Großbank UBS
soll von der niederländischen E-Plus-Mutter KPN mit der Abwicklung des Verkaufs beauftragt worden
sein.
Bringen die Sendemasten bis zu 400 Millionen Euro?
Am wahrscheinlichsten sei ein Kauf der Masten durch Infrastruktur-Fonds, zitiert Reuters einen
Insider. Im Anschluss an den Verkauf werde E-Plus die Masten im Rahmen eines Leasing-Vertrages
zurückmieten. Insgesamt soll mit dem Verkauf der Sendemasten ein Erlös von 300 bis
400 Millionen Euro erzielt werden.
Bereits Anfang Mai hatte das Nachrichtenmagazin Spiegel über einen Verkauf der
E-Plus-Sendemasten spekuliert. Damals wollte das Magazin in Erfahrung
gebracht haben, dass sich E-Plus-Chef Thorsten Dirks bereits mit
potenziellen Käufern getroffen habe.
Verkauft werden sollen reine Sendemasten
Reuters spricht in seinem Bericht von rund 18 000 Basisstationen, die E-Plus deutschlandweit betreibt. Die Verkaufspläne
beziehen sich nach Informationen unserer Redaktion jedoch ausschließlich auf freistehende
Sendemasten - also nicht auf Basisstationen, die etwa auf Gebäuden montiert sind. Die Zahl der
reinen Sendemasten, die E-Plus nicht offiziell bekannt gibt, dürfte in einem vierstelligen Bereich
liegen.
Die E-Plus-Mutter KPN befindet sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und war zuletzt
(erstes Quartal 2012) mit 11,8 Milliarden Euro (netto) verschuldet. Trotz erheblichen Widerstands der Holländer konnte der mexikanische Milliardär Carlos Slim
mit seinem Unternehmen América Móvil - dem größten Mobilfunker Lateinamerikas - knapp
28 Prozent der KPN-Anteile übernehmen. Das KPN-Management hatte vergeblich versucht, den
Angriff abzuwehren. Zwischenzeitlich wurde sogar an ein Zusammengehen
der deutschen KPN-Tochter E-Plus mit der Telefónica-Tochter o2 gedacht.
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