Kooperation

Die Welt: E-Plus und o2 prüfen Netz-Zusammenlegung

o2: "Sprechen mit zwei unserer drei Konkurrenten"
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E-Plus und o2: Fusio vom Tisch: Dafür jetzt Netzzusammenlegung?E-Plus und o2: Fusio vom Tisch: Dafür jetzt Netzzusammenlegung? Seit Jahren gibt es immer wieder Berichte über eine nähere Kooperation oder gar eine Fusion der beiden kleineren deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus und o2. Nun berichtet die Zeitung Die Welt über die Möglichkeit einer Zusammenlegung der Netze des Düsseldorfer und des Münchner Mobilfunk-Netzbetreibers.

Rachel Empey, Finanzvorstand des o2-Betreibers Telefonica Deutschland, sagt dem Bericht zufolge: "Als ein potenzieller Zusammenschluss von Telefonica Deutschland und E-Plus diskutiert wurde, gab es eine tiefere Analyse potenzieller Netzwerk-Synergien. Eine ganze Menge dieser Synergien könnte durch eine gemeinsame Netznutzung erreicht werden."

Würde man die Netze künftig gemeinsam weiter ausbauen, so könnten beide Konzerne erhebliche Kosten einsparen. E-Plus hat bislang sein GSM-Netz zu 90 Prozent mit der GPRS-Erweiterung EDGE aufgerüstet. Hier hinkt o2 hinterher. Dafür hat o2 schon die Vermarktung des mobilen Breitbandnetzes LTE aufgenommen, das sich bei E-Plus noch in der Erprobung befindet.

Wie die Welt weiter berichtet, stellte o2 die gemeinsame Nutzung mit E-Plus zunächst für die Netze der zweiten und dritten Generation in Aussicht. Allerdings verhandele das Unternehmen, das am kommenden Dienstag an die Börse geht, mit zwei seiner drei Konkurrenten. Mit einem Abschluss werde frühestens Anfang 2013 gerechnet. Dabei sei es noch unklar, wann mögliche technische Änderungen umgesetzt werden.

E-Plus: "Generell offen für Kooperationsideen"

E-Plus-Sprecher Guido Heitmann sagte in der Welt: "Wir sind generell offen für Kooperations-Ideen. Wann immer wir Chancen sehen, werden wir sie genau prüfen.” Das Unternehmen hatte viele Jahre fast ausschließlich auf das Geschäft mit der Sprachtelefonie und dem SMS-Versand gerechnet und dabei sein Datennetz vernachlässigt. Dieses wird jedoch inzwischen aufgerüstet.

o2 hatte in der Vergangenheit vor allem mit der Deutschen Telekom zusammengearbeitet. In den ersten Jahren nach Netzstart des o2-Vorläufers Viag Interkom hatten die Kunden des jungen Unternehmens die Möglichkeit, außerhalb der Funkversorgung des eigenen Netzes über die Antennen der Deutschen Telekom zu telefonieren.

Anfang 2012 schloss o2 erneut eine Netz-Kooperation mit der Deutschen Telekom ab. Demnach bindet die Telekom in den kommenden Jahren bis zu 2 000 Mobilfunk-Aggregationspunkte von Telefónica über Glasfaser an. Das o2-Mobilfunknetz kann damit die Daten schneller und mit höherer Kapazität als bisher übertragen.

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