Geschwindigkeit

E-Plus macht UMTS schneller: Ab Dezember 42 MBit/s für alle

Kein Aufpreis für mehr Speed - LTE-Start bei E-Plus erfolgt im März
Aus Berlin berichtet
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Vor dem LTE-Start macht E-Plus jetzt sein UMTS-Netz schneller.Vor dem LTE-Start macht E-Plus jetzt sein UMTS-Netz schneller. Wie erwartet will nun auch E-Plus mit seinem LTE-Netz starten. Wie der Netzbetreiber heute auf einer Presseveranstaltung in Berlin bekannt gab, wird der Start des LTE-Netzes allerdings noch einige Monate dauern. Als Termin wurde der März des kommenden Jahr genannt, womit E-Plus das Netz vermutlich zur CeBIT in Betrieb nehmen wird und dort weitere Details vorstellt. Schon ab Dezember wird das Netz aber dennoch für alle Nutzer schneller: 42 MBit/s will E-Plus dann im UMTS-Netz anbieten.

Das Besondere: Zunächst soll die neue Geschwindigkeitsklasse für alle Nutzer angeboten werden, egal welche Tarifstufe der Kunde gebucht hat. Diese Freischaltung ist zunächst befristet bis zum 30. Juni  2014. Ab 1. Juli 2014 werden die alten Tarifstufen dann wieder in Kraft gesetzt. Allerdings: Wer sein gebuchtes Datenvolumen zu schnell verbraucht, der surft auch weiterhin deutlich langsamer, als es das Netz ermöglichen würde: Gedrosselt wird auf 56 kBit/s. Möglich ist die 42-MBit/s-Stufe nach Angaben von E-Plus bis Ende des Jahres in 75 Prozent des Netzes.

42 MBit/s für alle bis Juni 2014, Verlängerung jedoch wahrscheinlich

Jürgen Rösger, Chief Marketing Officer, spricht von einer diskriminierungsfreien Freischaltung für alle Nutzer. Die Freischaltung erfolgt für alle Kunden im E-Plus-Netz, egal ob es ein Discounter-Angebot ist oder ein Vertragskunde. Zu den ab Sommer geltenden Preisen für die Geschwindigkeit von 42 MBit/s machte E-Plus jedoch noch keine Angaben. Möglich, dass diese im März zur Freischaltung von LTE vorgestellt werden. Rösger sagte jedoch im Rahmen des Pressegespräches, dass es derzeit keine Pläne gebe, die Geschwindigkeitsstufen künftig zu vermarkten. Gänzlich ausschließen könne er es jedoch auch nicht, daher habe man auch die Verträge und AGB der Kunden nicht geändert, sondern biete die 42 MBit/s zunächst rechtlich als Aktion an.

LTE-Ausbau erfolgt vor allem dort, wo man Kapazität braucht

Andreas Pfister, E-Plus-Technikchef (CTO), sieht sein Unternehmen auf dem richtigen Weg. "Wir haben in den vergangenen Monaten einen massiven Qualitätssprung nach vorne gemacht". Das Netz könne nun eine stabile Datenverbindung liefern. Jetzt gehe es darum, auch hohe Geschwindigkeit zu ermöglichen, pflichtete ihm Rösger bei. Das werde man ab Dezember auch machen. "Bei uns zahlt der Kunde nicht dafür, dass er 150 km/h fahren kann, sondern für das verbrauchte Benzin", suchte Pfister eine Parallele aus dem Straßenverkehr, durch die sich E-Plus von anderen Anbietern unterscheiden will.

"LTE ist für uns eine kapazitative Angelegenheit", so der CTO. Die meisten Kunden würden LTE nicht benötigen, langfristig würde sich das für das durch die steigenden Verkehrsmengen jedoch ändern. "Für den Kunden spielt es jedoch keine Rolle, ob er LTE oder HSPA nutzt, viele Kunden können das technisch ohnehin nicht unterscheiden." Verfügbar sein werde das LTE-Netz zunächst wohl in den Großräumen Berlin, Leipzig, Nürnberg, in der "Rheinschiene", Krefeld, Düsseldorf. Der Ausbau erfolge vor allem dort, wo man die entsprechenden Kapazitäten brauche. Mit welcher Geschwindigkeit LTE angeboten werde, sei noch offen.

Wo E-Plus mit UMTS verfügbar ist, verrät der Netzbetreiber auf einer Netzabdeckungskarte. Diese hatte E-Plus erst vor kurzem komplett überarbeitet und auch schon für LTE vorbereitet.

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