Bilanzzahlen

E-Plus gewinnt binnen Jahresfrist 1,85 Millionen Kunden

Umsatz pro Kunde und EBITDA sinken deutlich
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Mehrmarken-Stratege bei E-Plus sorgt erneut für KundenwachstumMehrmarken-Stratege bei E-Plus sorgt erneut für Kundenwachstum Der Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus hat seine Quartalszahlen für das abgelaufene dritte Quartal vorgelegt. Dabei fällt auf, dass sich die Zahl der Vertragskunden im E-Plus-Netz deutlich erhöht hat. E-Plus führt das auf die Einführung der Allnet-Flat-Tarife bei Marken wie yourfone, blau.de und simyo zurück. Gleichzeitig muss der Anbieter jedoch einen deutlichen Rückgang des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU) sowie des EBITDA verbuchen.

Vor der Allnet-Flatrate-Welle stieg die Zahl der Neu-Vertragskunden im ersten Quartal des Jahres um 105 000. Nun, ein halbes Jahr später, verbucht E-Plus binnen drei Monaten einen Zuwachs von 210 000 Vertragskunden - Prepaid noch nicht mitgezählt. "Unsere Allnet-Tarife, die differenzierte Kundenansprache und preisaggressive Datenangebote treffen offensichtlich den Nerv der deutschen Mobilfunkkunden", sagt E-Plus-CEO Thorsten Dirks. Binnen Jahresfrist gewannen die Düsseldorfer 1,85 Millionen Kunden hinzu, ein Wachstum von 8,4 Prozent. Allerdings ist der Anteil der Vertragskunden weiterhin recht gering. von den 23,998 Millionen E-Plus-Kunden haben nur 7,987 Millionen einen Vertrag.

Höhere Marketingaktivitäten belasten EBITDA

Die Umsätze aus Mobilfunkdienstleistungen stiegen im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreswert um 0,5 Prozent auf 809 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz inklusive Endgeräteverkäufe und sonstiger Erträge erreichte 839 Millionen Euro. Das EBITDA lag im Zeitraum Juli bis September mit 323 Millionen Euro etwa 9 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Nach E-Plus-Angeboten wurde dieses beeinflusst durch signifikant höhere Marketingaktivitäten für die aktuelle Tarifoffensive sowie die neue Positionierung der Marke BASE.

Der Umsatz pro Kunde und Monat liegt mit 11 Euro niedriger als noch im Vorjahr, wo er 12 Euro betrug. Immerhin konnte E-Plus beim Umsatz der Vertragskunden zulegen und kommt hier auf 22 Euro pro Kunde während Prepaid-Kunden im Schnitt 6 Euro pro Monat zahlen. Der Datenumsatzanteil (inkl. SMS) liegt bei 40 Prozent.

Transportnetz wird für HSPA und LTE ausgebaut

Nach eigenen Angaben investiert E-Plus in diesem Jahr mehrere hundert Millionen Euro in den Ausbau seines Mobilfunknetzes. Dabei geht es laut dem Mobilfunker nicht nur um die Ausweitung des Breitbandnetzes, sondern um eine Kapazitätserweiterung in der Anbindung der einzelnen Sendestationen. Die dafür genutzte Hochleistungs-IP-Technologie sei bereits für den nächsten Mobilfunkstandard LTE einsatzfähig. "Statt klassisch für jeden Technologiezyklus einzeln zeitversetzt die Anbindung der Sendestationen aufzurüsten, nehmen wir hier für HSPA und LTE gleich zwei Schritte auf einmal. Das ist effizienter und ermöglicht eine schnelle LTE-Startphase", ist der E-Plus-Chef überzeugt.

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