Flexible Frequenznutzung

E-Plus darf 1800-MHz-Frequenzen jetzt für LTE und HSPA nutzen

Bundesnetzagentur genehmigt Antrag des Netzbetreibers
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E-Plus-FrequenzflexibilisierungE-Plus darf auf dem 1800-MHz-Band
ab sofort auch HSPA und LTE nutzen
Der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus darf seine 1800-MHz-Frequenzen ab sofort auch für mobile Breitband­dienste über die Datenstandards UMTS/HSPA und LTE nutzen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat nun einen entsprechenden Antrag des Düsseldorfer Unternehmens genehmigt, wie E-Plus heute mitteilt und die BNetzA auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt hat.

Bundesnetzagentur genehmigt Flexibilisierungs-Antrag seitens E-Plus

Den "Antrag auf Flexibilisierung der Frequenznutzung" hatte E-Plus im April dieses Jahres bei der Regulierungsbehörde gestellt. Bereits seit Ende 2011 darf E-Plus UMTS samt Erweiterung HSPA auf seinen 900-MHz-Frequenzen nutzen. Nun hat sich die deutsche KPN-Tochter diese Erlaubnis samt potenzieller LTE-Nutzung auch für seine 1800-MHz-Frequenzen eingeholt.

Die Bundesnetzagentur plant im Zuge der Neuvergabe der Ende 2016 auslaufenden GSM-Frequenz-Zuteilungen ohnehin eine Flexibilisierung der Frequenzrechte (teltarif.de berichtete). Damit könnten breitbandige Anwendungen dann auch generell über das Spektrum bei 900 MHz und 1800 MHz laufen.

LTE-Start-Termin bei E-Plus bleibt weiter unbekannt

Wann E-Plus LTE generell und im Speziellen auf dem 1800-MHz-Band einsetzen will, wollte das Unternehmen gegenüber teltarif.de nicht kommentieren. E-Plus testet LTE bereits seit längerem in diversen Orten/Regionen, auf verschiedenen Frequenzen - konkret auf den Frequenzbändern bei 1,8 GHz, 2,1 GHz und 2,6 GHz - sowie über verschiedene Techniken (FDD-LTE, TD-LTE - teltarif.de berichtete) und betreibt in Chemnitz ein eigenes LTE-Testnetz.

E-Plus: 100 MBit/s per LTE "weit entfernt von den Anforderungen im Massenmarkt"

Erklärtes Ziel von E-Plus ist allerdings, das beste Datennetz aus Kundensicht bis Ende 2012 zu bieten, das zwar keine Spitzenbandbreiten, sondern eine "flächendeckend stabil verfügbare Datengeschwindigkeit von 1-2 MBit/s" liefern soll, damit "alle regelmäßig genutzten Smartphone-Anwendungen in vollem Umfang und in hoher Qualität" in Anspruch genommen werden können, wie der Mobilfunker heute noch einmal bekräftigte. Zwar ermögliche LTE Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s, allerdings seien solche Geschwindigkeiten "bislang weit entfernt von den Nutzungs­anforderungen im Massenmarkt".

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