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Kindle 3G & Co.: Fünf aktuelle E-Book-Reader kurz vorgestellt

21.03.2011
16:05

Leipziger Buchmesse: Buchhändler hoffen auf Durchbruch der E-Books

Inhaltsverzeichnis:

1. Reader-App von Libri.de für Tablets mit Android Honeycomb
2. E-Book-Reader von Amazon, Sony, iRiver und Hanvon

Fünf ausgewählte E-Book-Reader kurz vorgestellt Nach vier Tagen schloss gestern die Leipziger Buchmesse mit einem Besucherrekord ihre Pforten. Neben neuem Lesestoff standen natürlich auch die E-Book-Reader im Fokus der Besucher. Anders als in den USA, wo insbesondere Amazon mit dem Kindle sich einen starken Markt aufgebaut hat, bleibt in Deutschland das E-Book allerdings bislang noch ein Nischenprodukt - trotz wachsenden Bekanntheitsgrades. So sieht die GfK in einer im Vorfeld der Leipziger Buchmesse veröffentlichten Studie auch für die Zukunft schwarz: Im Jahr 2010 soll das E-Book laut ihren Berechnungen gerade einmal 0,5 Prozent des gesamten Buchumsatzes ausgemacht haben. Bisher böten lediglich 35 Prozent der deutschen Verlage elektronische Varianten ihrer Bücher an. Für die kommenden Jahre rechnet die GfK nur mit einer leichten Steigerung.

Buchhändler hoffen dagegen noch für dieses Jahr mit einem Durchbruch der E-Book-Reader und dementsprechend der E-Books. Insbesondere durch die bessere Verbreitung von digitalen Lesegeräten rechnen sie mit einem deutlichen Plus beim Verkauf von E-Books. Neben den seit einigen Jahren erhältlichen E-Book-Readern setzen dabei viele Buchhändler und Verlage auf Tablets und Smartphones, die in vielen Fällen ebenfalls das Lesen von elektronischen Büchern ermöglichen.

So setzt beispielsweise Libri.de nun auf das neue mobile Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb und stellte auf der Buchmesse in Leipzig eine App vor, die das Angebot des Online-Shops von Libri.de auf die neu vorgestellten Tablets wie etwa das Motorola Xoom oder das Samsung Galaxy Tab 10.1 bringt. Die eBookS-Reader-App ermöglicht Libri.de den direkten Zugriff auf deutsche Bestseller von über 400 Verlagen, unterstützt freie E-Books im epub-, pdf- oder txt-Format, sowie E-Books, die mit dem Adobe-DRM-Kopierschutz versehen sind, und soll zum Marktstart des neuen Samsung-Tablets im Samsung-Apps-Store und im Android Market unter dem Namen "eBookS" kostenlos erscheinen. Libri.de selbst präsentierte in Leipzig auch zusammen mit dem amerikanischen Hersteller Pandigital das 7-Zoll-Tablet Pandigital Multimedia Novel, das unter Android läuft und auf dem der mobile Leseservice eBookS als App vorinstalliert ist.

Tablets treten gegen E-Book-Reader an

Auch Apple hatte mit der Veröffentlichung des iPad und der eigenen E-Book-App iBooks mit angeschlossenem Shop Schwung in den Buchmarkt gebracht. Dabei haben Tablets gegenüber herkömmlichen E-Book-Readern den Vorteil, dass die Geräte auch für zahlreiche weitere Anwendungsfelder zu gebrauchen sind. So können Nutzer mit einem Tablet auch im Internet surfen, Musik hören und Videos betrachten oder sich mit zahlreichen Spielen die Langeweile vertreiben.

Zwar ist auch ein E-Book-Reader schon lange nicht mehr ausschließlich für das Lesen von Büchern geeignet, für Inhalte mit schnellen Animationen sind sie jedoch nicht geeignet. Doch auch diese Gerätegeneration hat ihre Berechtigung. Denn die eingesetzte E-Ink-Technologie der Displays schont nicht nur die Augen und stellt Buchseiten auch im hellen Sonnenlicht wie in einem echten Buch dar. Auch die Akkulaufzeit schlägt Tablets um Längen, da fast nur dann Strom verbraucht wird, wenn der Leser eine Seite umblättert.

Fünf ausgewählte E-Book-Reader kurz vorgestellt
Tablet Pandigital Multimedia Novel
Auf Tablets kann der Anwender hingegen in vielen Fällen bei direkter Sonneneinstrahlung kaum mehr etwas auf dem Bildschirm erkennen, da die Hintergrundbeleuchtung nicht ausreichend und das Glas nicht entspiegelt ist. Das kalifornische Unternehmen Pixel Qi macht mit dem gleichnamigen Display erste Gehversuche, die Vorteile von LCD- und E-Ink-Bildschirmen zu vereinen. Ein erstes Gerät mit einem Pixel-Qi-Display wurde mit dem Tablet Notion Ink Adam auf der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas gezeigt.

Unterstützte Dateiformate und Shop-Anbindung besonders wichtig

Wer gern und viel Bücher liest und oft unterwegs ist, kann mit einem E-Book-Reader zahlreiche elektronische Bücher in einem leichten Gerät vereinen. Auch im Studium oder Geschäftsalltag kann ein solches Lesegerät eingesetzt werden, da sich mit etlichen Modellen auch Dokumente betrachten und bearbeiten lassen. Insbesondere für Buchliebhaber sind bei der Auswahl des geeigneten E-Book-Readers die unterstützten Datei-Formate ein wichtiges Auswahlkriterium. Zwar setzt sich das freie ePub-Format langsam bei den Verlagen durch, wer jedoch noch alte Buchbestände von Handheld-Geräten sein eigen nennt, sollte auch auf PRC- oder mobiPocket-Unterstützung achten. PDF-Dateien unterstützt fast jedes Modell und DOC, RTF und TXT-Dateien können ebenfalls häufig geöffnet werden. Als Kopierschutz hat sich bis auf wenige Ausnahmen Adobe DRM durchgesetzt.

Viele Hersteller bieten außerdem eine direkte Anbindung an einen Shop, in dem der Anwender die neusten Schmöker erwerben kann. Wer viel unterwegs ist, sollte in ein Gerät mit GPRS- oder UMTS-Modul investieren, um neue Bücher zu laden oder Dateien zu versenden. Für zu Hause reicht ein Modell mit WLAN oder USB. Das vorinstallierte Betriebssystem bietet zudem oftmals einige Zusatzfunktionen wie Text-to-Speech, ein eingebautes Wörterbuch, einen MP3-Player, eine Kalenderfunktionen oder einen (in der Regel rudimentären Browser) für den Internet-Zugriff unterwegs.

Pocketbook Pro 602 / 603

Anlässlich der Leipziger Buchmesse aktualisierte das ukrainische Unternehmen Pocketbook seine E-Book-Reader mit einer neuen Serie unter dem Namen Pocketbook Pro. Während sich die 9,7-Zoll-Modelle 902 und 903 eher an Liebhaber von Zeitungen und Zeitschriften wenden, die es aber noch kaum auf dem deutschen Markt gibt, sind die Geräte Pocketbook Pro 602 und 603 zum Lesen digitaler Bücher geeignet. Beide E-Book-Reader verfügen über ein E-Ink-Display mit 6 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 600 mal 800 Pixel bei 16 Graustufen. Statt des resistiven Touchscreens des Vorgängers lassen sich die aktuellen Modelle nur mit einem mitgelieferten Stift oder den wenigen Hardware-Tasten bedienen. Mit 256 MB Arbeitsspeicher und 2 GB Flash-Speicher sind Pocketbook Pro 602 und 603 reichlich ausgestattet und können zudem noch mit einer microSD-Karte erweitert werden. Während das 602 lediglich über einen WLAN-Modul verfügt, unterstützt das 603 auch UMTS für mobile Datenübertragungen.

Auf der zweiten Seite unseres Überblicks stellen wir Ihnen vier weitere aktuelle E-Book-Reader in Kürze vor.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre