Medienbericht

Frequenz-Nutzung: Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 soll schon 2016 anlaufen

Das Ende des jetzigen DVB-T-Standards könnte noch schneller kommen als geplant. Offenbar tüftelt die Bundes­netz­agentur an einem Plan, nach dem die momentan vom digital-terrestrischen Fernsehen genutzten Frequenzen schon ab 2017 für Mobilfunkdienste zur Verfügung stehen könnten.
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Frequenz-Nutzung: Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 soll schon 2016 anlaufenFrequenz-Nutzung: Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 soll schon 2016 anlaufen Im Rahmen der Breitbandinitiative der Bundesregierung ist geplant, die heute für DVB-T genutzten Frequenzen im 700-MHz-Band für breitbandige Mobilfunkdienste zur Verfügung zu stellen. Wurde ursprünglich überlegt, dass dies ab 2020 der Fall sein soll, wurde im Juni bekannt, dass die Frequenzen schon ab Mitte 2019 bereit stehen könnten. Das hat damals sogar die ARD befürwortet.

In seiner Donnerstags-Ausgabe berichtet das Handelsblatt, dass die Bundesnetzagentur den ganzen Prozess der Frequenzneuvergabe nun nochmals beschleunigen könnte. Sogar die europäischen Nachbarstaaten sollen in den Prozess mit einbezogen werden.

Plan: Ab 2017 Rundfunkfrequenzen für Breitband-Internet

Die Bundesnetzagentur soll nach den Informationen des Handelsblatts einen Fahrplan aufgestellt haben, nach dem bereits ab 2017 Rundfunkfrequenzen zum Ausbau des mobilen Breitbandnetzes zur Verfügung stehen sollen. Das geht aus einem Umsetzungsplan der Agentur hervor, der den Kollegen des Handelsblatts vorliegt.

Nach Informationen der Zeitung möchte die Bundesnetzagentur schon Ende 2014 mit dem Vergabeverfahren der freiwerdenden Frequenzen beginnen und darüber hinaus mit den Nachbarstaaten bis 2017 verhandeln, damit auch diese künftig das Band für Mobilfunkdienste nutzen können.

Ab 2017 könne das Frequenzband dann "sukzessiv" für schnelles Internet auf dem Land und in Grenzregionen genutzt werden, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Aber auch innerhalb Deutschlands möchte die Staatsbehörde den Umstellungsprozess beschleunigen: Die Bundesländer müssten nach dem Papier bis Ende 2014 die "medienrechtlichen Voraussetzungen" schaffen, damit die Rundfunkanstalten künftig statt DVB-T den Nachfolgestandard DVB-T2 über die 700-MHz-Frequenzen senden können. Der technische Umstieg auf DVB-T2 könnte nach dem Plan der BNetzA 2016 anlaufen.

Eine Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich Bund, Länder und Rundfunkanstalten in einer Art "konzertierter Aktion" auf den Umstieg einigen. Momentan wird wohl bereits über den finanziellen Aufwand und die möglichen Erlöse einer Frequenzvergabe verhandelt. Der Bund plant nach Angaben der Zeitung, die Erlöse zum Ausbau des Breitbandnetzes zu nutzen. Im Rahmen der heute vorgestellten "Digitalen Agenda" hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, bis 2018 alle Haushalte in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen.

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