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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Erstmals seit 2001 weniger Digital-TV-Haushalte in Deutschland08.12.2009
16:06 Ist überraschender Rückgang Anzeichen für Stagnation?
Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001 ist die Zahl der
Digitalhaushalte in Deutschland rückläufig. Im November 2009 sank die Zahl um
550 000 auf 13,56 Millionen. Das entspricht einem Anteil von
38,4 Prozent. Im Vormonat waren es noch 40 Prozent der insgesamt
35,3 Millionen TV-Haushalte. Die Zahlen gab die Arbeitsgemeinschaft
Fernsehforschung (AGF) im Rahmen
ihrer monatlichen Auswertung bekannt. Gründe für den Rückgang nannte das
Konsortium nicht.
Sorgenkind KabelanschlussMöglicherweise handelt es sich schlichtweg um ein Problem der statistischen Erhebung und Messtoleranzen, denn es gilt wohl als ausgeschlossen, dass Haushalte ihren neu gekauften Digital-Receiver wieder zugunsten des alten analogen Empfängers in die Ecke stellen. Die Zahlen sind jedoch ein mögliches Indiz dafür, dass beim Thema Digitalisierung eine Stagnation eintritt. Sorgenkind bleibt vor allem das TV-Kabel. Im Gegensatz zum Satellitenempfang ist es den Netzbetreiben bislang nicht gelungen, ihren Kunden den Mehrwert des digitalen Kabels näher zu bringen. Hier schauen weniger als ein Drittel aller Haushalte digital. Zwar werden einige technische Hürden derzeit beseitigt; so integrieren immer mehr Hersteller einen digitalen DVB-C-Empfänger (digitaler Kabelempfänger) in TV-Geräte. Die Tatsache, dass die Privatsender jedoch auf einer Grundverschlüsselung ihrer Signale beharren, erfordert letztlich aber doch wieder die Anschaffung einer separaten Set-Top-Box, die vom Kabelnetzbetreiber zertifiziert sein muss, plus Smartcard. Viele Haushalte scheuen sich vor der Anschaffung einer solchen zusätzlichen Box und sind mit dem bisherigen analogen Angebot von knapp über 30 TV-Sendern zufrieden. Auch wenn die monatlichen Kosten für das digitale Bouquet häufig kaum mehr höher liegen als für den analogen Anschluss. Auch beim digital-terrestrischen Antennen-TV ist nach der Umstellung aller analogen Sender auf DVB-T kaum noch mit einem großen Anstieg der Zuschauerzahlen zu rechnen. Zumal größtenteils nur öffentlich-rechtliche Sender über Antenne zu empfangen sind. Steigende Nutzerzahlen verzeichnet IPTV, das Fernsehen aus dem Internet. Die Zahlen bewegen sich jedoch im Vergleich zu Kabel und Satellit auf niedrigem Niveau.
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