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Mobiler DVB-T-Empfang ohne manuellen Frequenzwechsel

30.05.2011
09:10

Deutsche TV-Plattform und IRT stellen "RDS-System" für terrestrisches TV vor

DVB-T-Empfänger - wie hier von Albrecht - erkennen künftig automatisch neue Frequenzen.
DVB-T-Empfänger - wie hier von Albrecht - erkennen künftig automatisch neue Frequenzen.
Bisher ist der Empfang digital-terrestrischer DVB-T-Sender nur bedingt im mobilen Bereich möglich. Wer sich etwa während einer Zugfahrt per Mini-Empfänger ein Fußballspiel im ZDF anschauen will, muss immer wieder einen neuen Suchlauf starten, sobald er aus dem Empfangsbereich des aktuellen Senders heraus gefahren ist. Jetzt stellten die Deutsche TV-Plattform und das Institut für Rundfunktechnik (IRT) ein erfolgreich getestetes Verfahren für ein automatisches "Handover" beim mobilen DVB-T-Empfang vor. Dieses arbeitet ähnlich wie das RDS-System beim UKW-Hörfunk und soll, entsprechende neue Empfangsgeräte vorausgesetzt, den Suchlauf überflüssig machen. Bei dem System wurde eine Senderdatenbank für Deutschland, Österreich und die Schweiz entwickelt, deren Daten während der Fahrt ausgelesen werden und beim schnellen Umschalten des eingestellten Programms helfen. Das Verfahren sei auch für DVB-T-Nachfolgestandards, ebenso wie für lokale und regionale Programme und hybride Dienste geeignet, teilten beide Partner mit. In Zukunft sollen mobile Empfänger, etwa Handhelds oder Geräte für Fahrzeuge, entwickelt werden, welche die neue Technik beherrschen.

EBU veröffentlicht Richtlinien zu DVB-T2

Unterdessen hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) Richtlinien für die Einführung des digitalen Fernsehens auf Basis des DVB-T-Nachfolgestandards DVB-T2 veröffentlicht. Hierzu hat die Organisation, der mehr als 70 europäische Rundfunkstationen (darunter ARD und ZDF) angehören, ein Dokument mit dem Titel "Frequency and Network Planning Aspects of DVB-T2" vorgestellt. Dies soll sowohl Leitlinie als auch Vorschlag für die Einführung des DVB-T2-Standards sein und zeigt dabei diverse Szenarien auf, wie der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 verbraucherfreundlich bewältigt werden kann. Der Leitfaden kann auf der EBU-Homepage heruntergeladen werden. Durch DVB-T2 können mehr Programme auf einem terrestrischen Fernsehkanal übertragen werden. Aufgrund der effizienteren Übertragung können auch hochauflösende HDTV-Programme terrestrisch ausgestrahlt werden. Die ARD hat bereits großes Interesse an einem solchen Technikwechsel signalisiert. Problem ist, dass alte DVB-T-Receiver zu Elektroschrott würden, weil sie für DVB-T2 nicht tauglich sind. Daher soll es nach Möglichkeit keinen harten, sondern einen sanften Umstieg mit längerer Simulcastphase in Deutschland geben. Hierbei ist jedoch wieder fraglich, ob die vorhandenen Frequenzen ausreichen, denn einen Teil der zur Verfügung stehenden Kanäle mussten die Rundfunker im Rahmen der Digitalen Dividende an Telekommunikationsunternehmen abtreten.

DVB-T-Empfang in Südbrandenburg wieder möglich

Wochenlang auf terrestrischen DVB-T-Empfang verzichten mussten Zuschauer in großen Teilen von Südbrandenburg. Ende April war im Sendeturm Calau bei Cottbus ein Feuer ausgebrochen, das erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Seitdem war der Fernsehempfang über DVB-T nicht mehr möglich. Die für die Sendetechnik im Turm verantwortliche Media Broadcast hat jetzt in 106 Metern Höhe eine provisorische DVB-T-Antenne in Betrieb genommen. Damit deckt sie 95 Prozent des bisher von diesem Standort aus erreichten Sendegebiets wieder mit DVB-T-Signalen ab. Entsprechend sind auch das rbb Fernsehen und die anderen Fernsehprogramme wieder empfangbar.

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Wann kommt der Test des Sticks? Beschder 15.05.12 10:37
RE: Falsches Datum im Artikel ? batrabbit 01.05.12 04:14
Panik, plötzlich kein Fernsehn mehr! Fred_EM 30.04.12 00:48
Falsches Datum im Artikel ? CBS 29.04.12 23:56
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-12, Erwachsene ab 14 Jahre