Hardware

Router und ihre Features: Das bieten die DSL- und Kabel-Provider

Außerdem: So rüsten Sie auch NGN- und Kabel-Anschlüsse mit neuer Hardware auf
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Neben der Datenrate und den Kosten ist die mitgelieferte Hardware ein weiterer Faktor bei der Wahl eines Breitband-Anschlusses via DSL oder Kabel. Zwar lässt sich der heimische Anschluss auch - je nach verwendeter Technik mit mehr oder weniger Aufwand, dazu später mehr - mit selbst erworbener Hardware aus- bzw. aufrüsten, doch das kostet eben zusätzlich, wenn nicht schon entsprechende Geräte vorhanden sind.

Insofern ist es interessant zu wissen, was die subventionierten Router der Anbieter ermöglichen - gerade bei Providern, die mehrere Geräte zur Wahl stellen. Genau dies wollen wir in diesem Artikel beleuchten - doch zunächst stellt sich die Frage: Was sind wichtige Faktoren für die Router-Wahl?

Vorab noch ein Hinweis am Rande: Genau genommen handelt es sich bei den Geräten, die die DSL-Provider liefern, bei weitem nicht mehr nur um Router: Während sich früher in der Nähe der Telefondose zumeist ein Wirrwarr aus Kabeln und verschiedenen Geräten befand, wie Splitter, DSL-Modem und WLAN-Router, geht heute der Trend bei den Internetanbietern dahin, ihren Kunden Hardware bereitzustellen, die alle diese Funktionen und noch einige Features mehr wie etwa Medienserver, Telefonanlage oder DECT-Basisstation in einem Gerät integrieren. Da sich aber für das Gerät als solches im Volksmund die Bezeichnung Router etabliert hat, bleiben wir in diesem Artikel bei diesem Begriff für die mitgelieferte Hardware.

WLAN ist nicht gleich WLAN

Router und ihre Features: Das bieten die DSL- und Kabel-ProviderRouter und ihre Features: Das bieten die DSL- und Kabel-Provider Die WLAN-Datenrate ist zum einen bestimmend für die Frage, mit welcher Geschwindigkeit die Daten vom Internet über den Router und dann drahtlos zum Rechner übertragen werden. Selbst ein nach so genanntem g-Standard mit einer Brutto-Bandbreite von 54 MBit/s arbeitendes Gerät schafft dabei in der Praxis normalerweise Nettowerte, die für die vollwertige Nutzung eines 16-MBit/s-DSL-Anschlusses ausreichend sind (nicht aber für VDSL oder schnelle Kabel-Zugänge).

Zum anderen ist die WLAN-Performance aber auch noch für ein anderes Szenario wichtig: die Heimvernetzung - und wer kabellos große Datenmengen überträgt, wird hier schnelles WLAN zu schätzen wissen. Voraussetzung ist natürlich, dass die im Netz eingebuchten Geräte einen entsprechenden WLAN-Standard unterstützen.

Ob die WLAN-Performance allerdings wirklich das hergibt, was sie verspricht, ist von vielen Faktoren abhängig - darunter auch die Auslastung der genutzten Frequenzbänder. Mancher WLAN-n-Router bietet daher die Möglichkeit, neben dem 2,4-GHz-Band auch das 5-GHz-Band zu nutzen - hier ist in der Regel weniger los. Problem wiederum: Wenn ein Router das 5-GHz-Band unterstützt, bedeutet dies nicht zwingend, dass auch der Parallel-Betrieb angeboten wird. Ist dies nicht der Fall, müssen bei einem Wechsel auf das 5-GHz-Band auch alle Geräte im Netz dieses unterstützen (neben WLAN-n ist dies auch bei WLAN-a der Fall).

LAN-Anschlüsse

Fast alle WLAN-Router bieten nach wie vor auch klassische LAN-Anschlüsse - hier können also Geräte per Ethernet-Kabel angebunden werden. Diese Verbindung macht zwar die Vorzüge kabelloser Verbindungen zunichte, dafür ist die Verbindung weitaus besser als per WLAN - wer also Daten mit hoher Performance übertragen will, sollte auf die LAN-Variante setzen. Doch auch LAN-Anschluss ist nicht gleich LAN-Anschluss: Mancher Router-Hersteller verbaut Gigabit-LAN, während bei manch anderem Anschlüsse mit einer Unterstützung für maximal 100 MBit/s genutzt werden.

Wie auch bei WLAN sind solch hohe Datenraten, wie sie Gigabit-LAN bietet, für die Nutzung des Internets (abseits zum Beispiel sehr schneller Kabel-Zugänge mit 100 MBit/s und mehr) nicht erforderlich, aber unter Umständen sinnvoll für die Heimvernetzung: Wer zum Beispiel einen Netzwerkspeicher anbinden will, muss entsprechend große Datenmengen bewegen - und dies ist über WLAN schwer zu bewältigen, selbst in der n-Variante.

USB-Anschlüsse

An vielen Routern hat sich die Möglichkeit etabliert, per USB-Anschluss Geräte anzubinden, die dann im Netzwerk zur Verfügung stehen. Wer nur einen Drucker im Netzwerk verfügbar machen möchte, für den reicht auch eine langsame USB-1.1-Schnittstelle aus. Aktuelle Router bieten hingegen USB 2.0, das für den Anschluss eines Speichermediums wie einer externen Festplatte oder eines USB-Sticks besser geeignet ist - die das je nach Router nicht nur zuhause, sondern auch über das Internet von extern genutzt werden kann, auch wenn der PC nicht läuft.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie, was Router in puncto Telefonie-Funktionen bieten - zudem zeigen wir Ihnen im Überblick, was die DSL-Anbieter in puncto Hardware mitbringen und mit welchen Features diese ausgestattet ist.

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