
TV-Option zum Internet-Anschluss
Die Komplettpakete der Provider gehören zu den beliebtesten Anschlussarten.
Am häufigsten sind dabei die sogenannten Doppel-Flatrates vertreten, die sowohl
Internet-Flatrate als auch Telefon-Flat für kostenlose Gespräche ins
gesamte deutsche Festnetz vereinen. In einem
weiteren Artikel
haben wir bereits gezeigt, dass derartige Tarife bei vielen Anbietern bereits für rund
25 Euro monatliche Grundgebühr zu haben sind.
Allerdings beschränken sich die Provider schon lange nicht mehr nur auf Telefonanschluss
und Internetzugang. Durch Zusatzoptionen wie TV, SIM-Karten oder den Zugriff
auf Videoportale kann die "Grundausstattung" gegen ein Entgelt noch zusätzlich erweitert
werden. Derartige Angebote eignen sich jedoch nicht für alle Nutzer, weshalb Verbraucher
vor der Unterschrift gründlich prüfen sollten, ob sich
die Dienste für sie wirklich lohnen. Das gilt zum Beispiel für Angebote, die neben Telefon
und Internet auch noch einen Mobilfunktarif umfassen. Oftmals sind Kunden mit einer
Prepaid-Karte besser bedient, als mit dem teuren Zuschlag für die Mobilfunk-Option.
IPTV als Zusatzoption
Auch bei den sogenannten Triple-Play-Verträgen - bestehend aus Internet, Festnetz
und Fernsehen - sollte vor der Buchung genau überlegt sein, ob die Zusatzoption
auch wirklich ausgeschöpft wird. Für Satelliten-TV oder DVB-T fallen keine Gebühren
an. Das Fernsehen übers Internet, das sogenannte IPTV, ist dagegen wie ein Kabelanschluss
kostenpflichtig. Angebote dieser Art finden sich beispielsweise bei der Telekom, Alice und Vodafone.
"Der Aufpreis lohnt sich nur für jemanden, der auch entsprechend viel
fernsieht", sagt Martina Totz von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Denn
Vielgucker profitieren am meisten von zusätzlichen Programmen, Online-Videotheken
oder exklusiven Fußballübertragungen der IPTV-Anbieter. In der Regel fallen je nach
Anbieter für das Komplettpaket aus Doppelflatrate und IPTV zwischen 35 und 45 Euro
an. Pay-TV wie Spielfilm-Sender oder Bundesliga-Fußball kosten pro Zusatzpaket fünf bis
15 Euro mehr.
Wollen Kunden über ihre Internet-Verbindung auch fernsehen, steht neben dem preislichen
Aspekt vor allem auch die Bandbreiten-Frage im Raum. Internet-Geschwindigkeiten von
16 MBit/s sollte der Anschluss mindestens bieten, gerade dann, wenn sich in
Haushalten mehrere Rechner die Bandbreite teilen müssen. Welche Bandbreite den
Nutzern am Ende der Leitung zur Verfügung stehen, ist neben den angeschlossenen
Rechnern auch von weiteren Faktoren abhängig - zum Beispiel von der Entfernung zum
Hauptverteiler oder von der Anzahl anderer DSL-Nutzer im Viertel. Manche Anbieter
informieren Interessenten auf Anfrage, welche Bandbreite sie erwarten
können, wenige geben sogar eine Garantie ab.
Kabelanschluss als Alternative zu DSL
Eine Alternative zu DSL kann der
Kabelanschluss sein. Alle großen
Kabelanbieter, beispielsweise Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW,
haben für 30 bis 40 Euro Pakete aus digitalem Kabel,
Telefon- und Internetflatrate im Angebot. Auch hier lässt sich
das TV-Basisangebot gegen Aufpreis erweitern. Wer kein Fernsehen vom
Kabelanbieter möchte, weil er DVB-T oder Sat nutzt, zahlt für die
Doppelflatrate per Kabel um die 25 Euro.
Eine freie Wahl zwischen den Anbietern hat der Nutzer anders als
bei DSL bisher nicht, weil es am Wohnort immer nur einen Kabelversorger
gibt. Auch ist das Kabel noch nicht überall für Internet und
Telefonate ausgebaut. Ein Verfügbarkeitstest auf den Internetseiten der
Anbieter kann Aufschluss über schaltbare Anschlüsse geben.
Egal, ob Kabel- oder DSL-Anbieter: Verbraucher müssen auf einige
Fallstricke achten. Manche Anbieter locken neue Kunden mit günstigen
Monatsgebühren, die nach Ablauf einer Frist automatisch auf das
normale Niveau steigen. Andere versuchen, dem Kunden unnötige
Sicherheitspakete oder andere Zusatzoptionen unterzujubeln. Oft ist
das für eine begrenzte Zeit kostenlos, danach wird berechnet, und die
Flatrate ist plötzlich teurer. Ein Blick ins Kleingedruckte vor dem
Abschluss des Vertrages sollte der Nutzer immer werfen. Zudem gilt: Kündigen, was man
nicht nutzt, bevor unnötige Kosten entstehen.
Aktuelle Aktionsangebote der Provider finden Sie auf unserer Infoseite.
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