Carsharing

Dank Smartphone: Auto verleihen ohne Schlüssel-Übergabe

Die Vermietung des eigenen Autos ohne Schlüsselübergabe: Das ermöglicht der Service von Drivy inklusive der notwendigen Technik im Auto. Kann das Smartphone wirklich den Schlüssel ersetzen?
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Die französische Firma Drivy will es Privatleuten mit Hilfe eines Schlüssels im Smartphone leichter machen, ihr Auto an andere zu vermieten. Bisher war dafür auf der Plattform eine persönliche Schlüsselübergabe notwendig, jetzt will Drivy Boxen in die Fahrzeuge einbauen, mit denen Mieter die Autos per Telefon aufschließen können.

Die Boxen docken an der Zentralverriegelung und am Zündschloss an, das Modell wird auch von anderen Carsharing-Diensten verwendet. Der Mieter bekommt eine E-Mail mit Details zu dem Fahrzeug und wird darüber zu einer Ansicht geleitet, aus der er per Druck auf eine Schaltfläche auf dem Display das Auto entsperren kann. Die Verbindung läuft derzeit per Datenfunk und soll später auf Bluetooth umgestellt werden. Die Zeit, in der der Smartphone-Schlüssel funktioniert, ist auf den festgelegten Vermiet-Zeitraum beschränkt.

Über Drivy würden aktuell in Deutschland rund 5000 Fahrzeuge vermietet, davon 300 in Berlin, sagte Deutschlandchef Heiko Barnerßoi. Mit den Boxen seien zunächst für eine Testphase gut 30 Fahrzeuge ausgerüstet worden. In Paris, wo die Einführung bereits im vergangenen Jahr begann, seien es rund 2000. Drivy übernimmt die Ein- und Ausbaukosten, plant aber eine monatliche Gebühr von 29 Euro für die Nutzung des Geräts. Drivy schluckte im vergangenen Jahr den deutschen Konkurrenten Autonetzer.

Die Funktionsweise von Drivy im Video

Drivy Open: Carsharing ohne SchlüsselDrivy Open: Carsharing ohne Schlüssel

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