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Mobiles Bezahlen: Der Viertel-Dollar startet in Dresden Neustadt

Smartphone-Bezahlsystem bei drei Dutzend Händlern und Bars
Von mit Material von dapd
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Lesegerät und Smartphone-App für die Nutzung des Viertel-Dollars.Lesegerät und Smartphone-App für die Nutzung des Viertel-Dollars. Bewohner und Besucher des Dresdner Stadtteils Neustadt können ab nächsten Montag ohne Portemonnaie einkaufen. Dafür wird in einem Pilotprojekt eine mobile Bezahlvariante per Smartphone bei etwa drei Dutzend Händlern und Gastronomen des Bezirks möglich sein, wie die Organisatoren Viertel-Dollar heute in Dresden mitteilten. Es handele sich um das erste händlerübergreifende System zur Bezahlung per Smartphone in Deutschland.

Nutzer müssen sich dafür lediglich eine App auf ihr Smartphone laden und das Guthaben eines vorher gekauften Gutscheins darauf übertragen. Bezahlt wird dann im Laden durch Einscannen eines Codes an der Kasse oder die Übertragung eines Funksignals. Der Bezahlvorgang soll dann wie beim Prepaid anonym und ohne Angaben von Kontodaten erfolgen.

Für Nutzer älterer Smartphones verspricht der Anbieter, dass es genüge, einen NFC-Sticker auf das Smartphone zu kleben. Als zweite Möglichkeit können QR-Codes zum Austausch der Zahlungsinformationen benutzt werden. Der Nutzer scannt dann mit seinem Gerät einen von der Kasse generierten Code ein.

Die App steht für Android-Nutzer unter dem Namen dieneustadt im Play Store zum download bereit. iOS-Nutzer laden sich die App dieNeustadt auf ihr iPhone.

Gleichzeitig Gutes für den Bezirk tun

Die Händler benötigen ihrerseits lediglich ein EC-Karten-Terminal. Dieser muss zusätzlich mit einer unterstützenden Software des Unternehmens Secupay ausgestattet sein, das die technische Umsetzung des Projekts übernommen hat. Möglich ist aber auch ein NFC-Terminal, der die Funksignale übertragen kann. Gleichzeitig unterstützen die Nutzer des Projekts Viertel-Dollar mit ihren bargeldlosen Einkäufen ihren Bezirk. Die Händler entrichten, wie auch bei EC-Karten üblich, eine Provision in Höhe von 2,9 Prozent an den Anbieter des Systems. Davon fließt rund die Hälfte in gemeinnützige Projekte wie etwa Krankenhausclowns oder einen lokalen Fußballverein.

Das Pilotprojekt soll vorerst zeitlich unbegrenzt laufen und zukünftig auch auf das dem Viertel-Dollar ähnliche Stadtteil-Projekt Cottbus-Taler in Brandenburg ausgeweitet werden. Als technische Basis nutzen die Dresdener Betreiber das System secuPay.Wallet. Dieses System können auch andere Anbieter an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

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