Sechs Bieter haben bei der Bundesnetzagentur ihr
Interesse an der bislang größten deutschen Frequenzauktion
angemeldet. Das teilte die Behörde heute mit. Namen wurden nicht genannt. Die
vier deutschen Mobilfunkbetreiber T-Mobile,
Vodafone, E-Plus und
Telefónica o2 hatten bereits im Vorfeld ihr Interesse
an einer Teilnahme geäußert.
Über die beiden anderen Interessenten gibt es nur Spekulationen, die
von Kabelbetreibern, Finanzinvestoren bis zu großen internationalen
Mobilfunkkonzernen reichen. Bei der Versteigerung geht es unter anderem um
die Zuteilung der frei gewordenen Frequenzen aus der Umstellung vom analogen
auf den digitalen Rundfunk, der so genannten digitalen Dividende.
In den kommenden fünf bis sechs Wochen will die Bundesnetzagentur die
Anträge prüfen. Die Auktion wird dann voraussichtlich zu Beginn des zweiten
Quartals starten. Ziel der Versteigerung ist es unter anderem, mit den
Frequenzen die Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten zu verbessern und
allen Bundesbürgern einen Zugang zum schnellen Internet zu
verschaffen.
Vor zehn Jahren hatte im Zuge der Euphorie und Goldgräberstimmung in der
Mobilfunkbranche die Auktion um die UMTS-Frequenzen
eine Summe von rund 50 Milliarden Euro eingespielt. Zwei Betreiber gaben
später die Lizenzen zurück. Obwohl diesmal deutlich mehr Frequenzen unter den
Hammer kommen, rechnen Experten mit Erlösen allenfalls im einstelligen
Milliarden-Euro-Bereich.