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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Der Neustart des digitalen Radios im Standard
DABplus steht in Deutschland
vor dem Aus. Der Verband privater Rundfunk und Telekommunikation
(VPRT) will
sich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25. Juni gegen einen
solchen Neubeginn des
digital-terrestrischen Hörfunks aussprechen, wie der Vorsitzende des
Fachbereichsvorstandes Radio und Audiodienste, Hans-Dieter Hillmoth, in einem
Interview mit dem Branchendienst
Kontakter ankündigte.
Die ARD hat auf diese Ankündigung mit Empörung reagiert. "Mit einer Absage an DABplus würde der VPRT die Zukunft des Radios verzocken" sagte Bernhard Hermann, der Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission. Diese Haltung sei aus Sicht des VPRT sogar nachvollziehbar, aber zu kurz gedacht, weil sie die Mediennutzungsbedürfnisse junger Menschen ignoriere, so Hermann weiter: "Die kommerziellen Radioveranstalter verdienen seit Jahren gutes Geld. Das wollen sie nicht gefährden, denn der Einstieg in digitales Radio würde Investitionen erfordern. Dies würde dann natürlich den Gewinn der Gesellschafter schmälern." Im übrigen sei die Einschätzung von Hillmoth nicht richtig, dass es keine vernünftigen Geschäftsmodelle gebe, so der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust. Die ARD habe Konzepte für digitales Radio entwickelt, die den Erwartungen an individuelle, multimediale und der jeweiligen Alltagssituation angepasste Nutzung entsprechen und neben dem Live-Radio quasi ein Radio "on demand" beinhalten. "Diese Konzepte, die sehr wohl Spielraum für eine kommerzielle Nutzung beinhalten, hat die ARD dem VPRT vorgestellt und eine Zusammenarbeit angeboten", erläuterte Boudgoust. Für die ARD gehe es jetzt darum, diese Konzepte in der Praxis zu überprüfen, erklärte Bernhard Hermann. Deshalb habe sie bei der KEF beantragt, die in die heutige Gebühr bereits eingerechneten 30 Millionen Euro frei zu geben. Der VPRT wolle die Freigabe dieser Mittel offenbar verhindern und bezeichne die Digitalradioversuche als eine Art Marktbesetzung. Hermann: "Dies ist reine Interessenpolitik, bei der kurzfristiger Shareholder Value vor der Zukunftssicherung des Radios kommt."
Internet keine Alternative zu DABplus
VPRT: DAB läuft auch in anderen europäischen Ländern schlecht Michael Fuhr
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