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TV-Rechte: Fußball-Bundesliga wird in 19 Pakete zerlegt

45 Unternehmen zeigen Interesse an Übertragung
Aus Frankfurt am Main berichtet
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Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat heute in Frankfurt am Main ihre Pläne für die Verbreitung der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2013/2014 vorgestellt. Die Vergabe der Rechte und die Rechtestrukturen sind dermaßen komplex, dass die Liga dazu eigens zu einer mehr als 75 Minuten dauernden Pressekonferenz eingeladen hatte. teltarif.de wird für Sie zunächst kurz zusammen fassen, was Sie vor allem in Bezug auf Entertain und Sky Go tun wird. Zu einem späten Zeitpunkt werden wir die Pläne für Sie analysieren.

Die DFL stellt bei einer Pressekonferenz ihre Pläne für die Bundesliga-Rechte vor.Die DFL stellt bei einer Pressekonferenz ihre Pläne für die Bundesliga-Rechte 2013/14 vor. Die Pläne für die Live-Berichterstattung sehen vor, dass der Spieltag für die 1. Liga in drei verschiedene Pakete aufgespalten wird. Für jedes dieser drei Pakete gibt es wiederum drei Verbreitungspakete. So ergeben sich alleine für die Live-Rechte neun Pakete. Für die 2. Bundesliga im Live-Betrieb gibt es nur ein Paket. Für die Highlightberichterstattung und Spiele im Free-TV gibt es weitere neun Pakete.

Aufgeteilt wird in die Verbreitungswege Broadcast (Kabel, Satellit, DVB-T), Netcast 1 (IPTV) und Netcast 2 (Web-TV und MobileTV). Der Spieltag wird in die Pakete Gold, Silber und Bronze zerlegt. Gold beinhaltet ein vom Bieter gewähltes Top-Spiel am Samstag um 15.30 Uhr, das Top-Spiel um 18.30 Uhr, das Spiel am Sonntag um 17.30 Uhr, alle Spiele in der Konferenz sowie alle weiteren Samstag-Spiele um 15.30 Uhr - mit einer Ausnahme. Diese Ausnahme ist das aus Sicht des Inhabers des Rechtepaketes Silber zweitinteressanteste Spiel am Samstag um 15.30 Uhr. Dieses darf der Gold-Inhaber nur in der Konferenz zeigen. Silber beinhaltet zudem das Spiel am Sonntag um 15.30 Uhr. Das dritte Paket - Bronze - beinhaltet das Freitagsspiel sowie ein möglicherweise zweites Sonntagsspiel um 17.30 Uhr.

Nur ein Paket für die 2. Liga

Die 2. Liga gibt es nur in einem Paket über alle Verbreitungswege hinweg. Von den oben genannten sechs möglichen Kanälen muss der Gewinner des Paketes jedoch nur drei erfüllen, er könnte also beispielsweise Netcast 1 und Netcast 2 verfallen lassen - sofern er auch über DVB-T einen Kanal anbietet, was aber eher unwahrscheinlich ist.. Eine Sublizensierung ist nach Angaben von Liga-Chef Christian Seifert nicht automatisch möglich. "Das müsste man sich dann anschauen", sagte er auf Nachfrage von teltarif.de. Warten auf die Sprecher der DFL.Warten auf die Sprecher der DFL.

Für die weitere Highlight-Berichterstattung soll es zwei mögliche Wege geben, eines mit dem Namen Klassik, eines mit dem Namen "Neue Medien". Neue Medien bezieht sich dabei auf das definierte Paket Netcast II. Welches zum Tragen kommt, wird erst ganz am Ende des Bieterverfahrens entschieden. Somit müssen alle interessierten Unternehmen - insgesamt sind es nach DFL-Angaben 45 - zunächst von beiden Szenarien ausgehen und bieten. Welche Variante zum Tragen kommen wird, entscheidet sich dann im ersten Schritt am Geld. Die Variante, die der DFL mehr Geld bringt, kommt zum Tragen. Dabei muss der Unterschied mindestens 20 Prozent betragen.

Liegt der Unterschied unter 20 Prozent, so greifen definierte Kriterien. Dazu gehören Bonität, technische Reichweite, Marktanteile, redaktionelles Know-How und möglichst einfache technische Handhabung für den Nutzer. Ausgehend davon, dass das Szenario "Neue Medien" greifen würde, gäbe es kostenlose Zusammenfassungen der Samstagspiele als lineares TV-Angebot im Internet zwischen 19 Uhr und 20.15 Uhr. Erst ab 21.45 Uhr bis spätestens 24 Uhr gibt es dann die Spiele im klassischen TV. Unabhängig davon kann ein Bieter in beiden Szenarien auch ein Paket erwerben, dass die kostenpflichtige Zusammenfassung der Spiele über alle Verbreitungskanäle samstags ab 17.30 Uhr erlaubt. Die Sonntagsspiele wären in einem weiteren Pay-Zusammenfassungspaket enthalten.

Weitere Details zu den Bundesliga-Rechten und den Plänen der DFL lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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