Weniger Kosten

Rechte-Poker um DFB-Pokal: Die Kosten werden wohl sinken

Sender wollen weniger für Lizenzen ab 2012 zahlen
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Rechte-Poker um den DFB-PokalRechte-Poker um den DFB-Pokal Das Pokern um Sportrechte ist zumeist eine für außenstehende recht dröge Veranstaltung. Und doch ist ein entscheidender Prozess für alle, die sich für Sport interessieren und ihn gerne im Fernsehen schauen. Nachdem vor einigen Wochen bereits Gerüchte über die neue Verteilung der Bundesliga-Rechte die Runde machten, hat die Süddeutsche Zeitung in dieser Woche über eine mögliche Neuverteilung der Rechte für den DFB-Pokal berichtet. Dabei wird eines klar: Der DFB wird mit den TV-Rechten nicht mehr so viel verdienen wie in der Vergangenheit.

Sky bietet angeblich nur noch 25 Prozent

Der Pay-TV-Sender Sky soll bislang etwa 20 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Dafür darf der Sender alle Spiele live übertragen. Schenkt man dem Bericht der SZ Glauben, so will Sky auch weiterhin alle Spiele der kommenden Jahre live übertragen - dafür aber bedeutend weniger Geld aufbringen. Fünf Millionen Euro pro Spielzeit sollen nur noch geboten sein, 25 Prozent dessen, was bisher in die Waagschale geworfen wurde.

Das ZDF soll demnach gar nicht mehr geboten haben. Das soll damit zusammenhängen, dass das ZDF unlängst die Rechte für die Champions League erworben hatte. Das hindert aber wohl die ARD nicht, dennoch einen nicht unerheblichen Betrag zu bieten. Laut SZ soll der öffentlich-rechtliche Sender 25 Millionen Euro geboten haben - für die Highlight-Berichterstattung und einzelne Live-Spiele im Free-TV. Bisher, so heißt es in dem Zeitungsbericht, haben die öffentlich-rechtlichen Sender hier 31 Millionen Euro überwiesen. Eine Sublizenzierung an das ZDF wäre bei einzelnen Spielen allerdings möglich. Die SZ bringt noch weitere Sender ins Spiel. Möglichweise, so heißt es, hätten auch RTL, Sat1 und der US-Sportkanal ESPN ihre Finger im Spiel. Bestätigungen dafür gibt es nicht.

Wie es wirklich weitergeht mit den Rechten des DFB-Pokals, das wird wohl Mitte Oktober bekannt werden, wenn das Präsidium des DFB das nächste Mal tagt. Generalsekretär Wolfgang Niersbach geht laut SZ davon aus, dass er dann "einen guten Abschluss" präsentieren kann. 90 Prozent der Gelder reiche der DFB an die beteiligten Vereine weiter.

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