Weniger Jobs

Erneuter Stellenabbau: Deutsche Telekom streicht 1 200 Stellen

Neues Programm "Overhead" soll 100  Millionen Euro pro Jahr sparen
AAA

Telekom-ZentraleDie Konzernzentrale der Deutschen Telekom Die Deutsche Telekom will bis Ende Juni dieses Jahres rund 1 200 Stellen in ihrer Deutschland-Sparte abbauen. Das berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Mit der Umsetzung des neuen Konzernumbau-Programms namens "Overhead" (zu deutsch: Mehraufwand) will die Telekom künftig rund 100 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

Die 1 200 Stellen will die Telekom vorwiegend in ihren Verwaltungs­bereichen streichen - betroffen seien Steuerung, Controlling, Marketing und Verwaltung. Im Gegenzug sollen mehr Mitarbeiter in den Bereichen Breitbandausbau, mobiles Internet und Modernisierung der Telekomnetze eingesetzt werden.

Bereits beschlossener Stellenabbau bis 2015 läuft weiter

Das neue "Overhead"-Programm soll parallel zu dem bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Stellenabbau in der Konzernzentrale ("Shape Headquarters") laufen. Bis 2015 sollen im Hauptquartier des Bonner Ex-Monopolisten 1 300 Jobs wegfallen - etwa ein Drittel der seinerzeit Beschäftigten der Telekom-Zentrale.

Zu viele Doppelfunktionen seit der Zusammenlegung von T-Home und T-Mobile

Gegenüber dem Handelsblatt bezeichnete die Telekom den neuen Abbau als Routine­maßnahme: "Wir überprüfen immer wieder einzelne Bereiche auf ihre personelle Dimension", verlautete es aus dem Unternehmen. Offenbar gibt es nach der Zusammenlegung der früheren Geschäfts­einheiten T-Home (Festnetz) und T-Mobile (Mobilfunk) vor rund drei Jahren noch immer zahlreiche Doppelfunktionen - diese sollen nun sukzessive beseitigt werden. "Der Vorstand ist sich seit langem einig, dass dort zu viele Beschäftigte arbeiten", zitiert das Blatt Konzernkreise.

Der Stellenabbau solle sozialverträglich erfolgen, heißt es. So sollen die Beschäftigten vor allem über Vorruhestands-Regelungen oder Abfindungen die Telekom verlassen.

Weitere Meldungen zur Deutschen Telekom