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Deutsche Telekom startet im zweiten Quartal 2016 mit der eSIM

Nach Vodafone und o2 will auch die Deutsche Telekom schon in Kürze die eSIM einführen, allerdings vorerst nur im M2M-Bereich. Wir berichten über die Probleme für Privatkunden-Angebote, die es zunächst aus dem Weg zu räumen gilt.
Von der CeBIT in Hannover berichtet
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Wechselbare SIM-Karte bald VergangenheitWechselbare SIM-Karte bald Vergangenheit Ende vergangener Woche ist Vodafone als erster deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber mit der eSIM an den Start gegangen. Der Düsseldorfer Telekommunikationsdienstleister bietet die im Endgerät fest integrierte SIM-Karte zunächst für die Samsung Gear S2 classic 3G, also für eine Smartwatch, an. o2 will nach eigenen Angaben im April mit dem gleichen Endgerät folgen und auch bei der Deutschen Telekom steht für das zweite Quartal 2016 der Vermarktungsstart für die eSIM auf der Agenda.

Wie von der Bonner Telefongesellschaft auf der CeBIT in Hannover zu erfahren war, wird die eSIM aber zunächst nur für die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) angeboten. Privatkunden-Produkte, wie sie von Vodafone und o2 eingeführt werden, folgen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Deutsche Telekom erläuterte zur Begründung, die Standardisierung der eSIM für den M2M-Bereich sei bereits abgeschlossen. Das bedeutet, dass die Produkte, die im Frühjahr für diesen Einsatzzweck auf den Markt kommen, zukunftssicher sind. Anders sehe die Situation bei der eSIM für Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Smartwatches aus. Hier könne derzeit kein Hersteller garantieren, wie zukunftssicher die Geräte seien.

Endgültiger Standard fehlt noch

In der Tat gibt es für die eSIM noch keinen endgültigen Standard. So arbeitet die Smartwatch von Samsung, die nun von Vodafone und in Kürze auch von o2 angeboten wird, noch auf Basis vorläufiger Spezifikationen. Inwieweit diese mit dem finalen Produkt kompatibel sind, ist derzeit noch nicht absehbar.

Bei der ersten Generation der eSIM in der Samsung Gear S2 classic 3G kommt als Problem hinzu, dass diese nicht auf andere Provider umprogrammiert werden kann, wenn sie einmal mit einem Anbieter verknüpft wurde. Stattdessen ist die fest in der Smartwatch integrierte Betreiberkarte fest an den Netzbetreiber oder Discounter gebunden, mit dem sie das erste Mal verbunden wurde. Damit entfällt für die Kunden die Flexibilität, sich später nach einem günstigeren Tarif umzusehen.

Bei der von der Telekom angebotenen eSIM soll der Providerwechsel dagegen von Anfang an möglich sein. Dafür kann das Unternehmen derzeit noch keine Angaben dazu machen, wann es die fest verbauten SIM-Karte auch in ersten Produkten für private Anwender geben wird.

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