E-Post

Deutsche Post baut Kooperationen beim E-Postbrief aus

Stadtverwaltung Bonn, Microsoft und Ebay als Partner
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Die Deutsche Post baut ihre Kooperationen beim E-Postbrief weiter aus. Ab Mitte April werde Bonn als erste deutsche Großstadt den Internetdienst testweise nutzen, sagte Ralph Wiegand, Mitglied des Bereichsvorstands Brief, am Mittwochabend in Berlin. Durch die digitale Kommunikation mit der Stadtverwaltung könnten Bürger Zeit und Kosten sparen und sich einer erhöhten Sicherheit bei der Übermittlung ihrer persönlichen Daten gewiss sein. Mehr als eine Million Privatleute und Hunderte Firmen sind den Angaben zufolge schon für den E-Postbrief angemeldet.

Ebay: E-Postbrief zur Identitätsverifizierung

Zugleich setzt der Konzern bei der Vermarktung verstärkt auf Unternehmen der IT-Branche. Geplant sind unter anderem Kooperationen mit Microsoft und Ebay. Das Internetauktionshaus will den E-Postbrief künftig als Instrument für die Identitäts- und Altersverifizierung von Kunden in seine Verkaufsprozesse einbauen. Dabei setze es vor allem auf das hohe Sicherheitsversprechen des Post-Angebots: Absender und Empfänger wüssten immer, mit wem sie kommunizierten, erklärte Wiegand.

Künftig soll die Nutzung des E-Postbriefs auch mit Microsoft-Produkten möglich sein. Damit entspreche der Dienst dem gängigen Standard für Bürokommunikation und ermögliche gerade Unternehmen nahtlose Geschäftsprozesse.

Portokosten entsprechen Papier-Brief

Der E-Postbrief ist ein per Internet versendbares Dokument, das den klassischen Brief auf Papier ersetzen soll. Offizieller Start für den Dienst war im Juli vergangenen Jahres. Der Versand kostet 0,55 Euro.

In unserem Praxistest direkt nach dem Start des E-Postbriefs zeigte dieser Dienst der Deutschen Post noch einigen Schwächen. So waren die elektronischen Nachrichten nur per Webmail und nicht per POP3 oder IMAP abrufbar, wobei die Webseite für den Zugang dem Smartphone ungeeignet war. Nachrichten können elektronisch nur an andere E-Postbrief-Teilnehmer geschickt werden. Wenn der Empfänger nicht an dem Online-System teilnimmt, druckt die Post das Schreiben wie einen herkömmlichen Brief aus und übermittelt ihn per Postboten.