Ausbau

Deutsche Bahn: Künftig bis zu 300 MBit/s im ICE möglich

Die Pressestelle der Deutschen Bahn hat auf Anfrage von teltarif.de weitere Details zu den neuen Mobilfunk-Repeatern für die ICEs verraten. Diese sollen alle aktuellen Mobilfunk-Betriebsarten bis hin zu LTE Advanced unterstützen.
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Bahn verrät weitere Details zu neuen Mobilfunk-RepeaternBahn verrät weitere Details zu neuen Mobilfunk-Repeatern Wie berichtet will die Deutsche Bahn AG die Mobilfunk-Infrastruktur im ICE verbessern. Die Pressestelle des Unternehmens teilte dazu auf Anfrage von teltarif.de mit, die Verträge mit den Mobilfunk-Netzbetreibern seien unterschriftsreif. Die Aufrüstung der Züge solle im zweiten Quartal 2016 beginnen.

Wie lange es dauert, bis die komplette ICE-Flotte der Deutschen Bahn umgerüstet ist, verriet die Pressestelle aber noch nicht. Am genauen Zeitplan werde derzeit gearbeitet. Als die Mobilfunk-Repeater vor einigen Jahren ausgetauscht wurden, um unter anderem auch den Empfang des GSM-Netzes von o2 im Wageninneren der Züge zu verbesserten, vollzog sich die Umrüstung über einen Zeitraum von vielen Monaten.

Die Umstellung wurde bei der zuletzt durchgeführten Umrüstung immer dann vorgenommen, wenn der fragliche ICE ohnehin gerade gewartet wurde. Sollte es für die jetzt geplante Aufrüstung einen ähnlichen zeitlichen Horizont geben, so ist damit zu rechnen, dass bis Ende kommenden Jahres nur ein Teil der Züge mit dem neuen Equipment ausgestattet ist.

Neue In-Train-Repeater beherrschen "alle Frequenzen für den Datenfunk

Die Pressestelle der Deutschen Bahn AG erklärte darüber hinaus, die neuen In-Train-Repeater seien für "alle Frequenzen für den Datenfunk" ausgelegt, "von 2G über UMTS bis hin zu LTE Advanced". Die bisherige Technik war nur für die Verstärkung der GSM-Netze im Bereich von 900 und 1800 MHz ausgelegt.

Als Nebeneffekt verstärken die bereits in Betrieb befindlichen Repeater auch die LTE-Netze auf 1800 MHz. Allerdings nutzen bislang nur die Deutsche Telekom und E-Plus diesen Frequenzbereich für das Mobilfunknetz der vierten Generation. Allerdings setzt die Telekom LTE auf 1800 MHz vor allem in Städten und Ballungsgebieten ein, nicht jedoch auf dem Land. Das 4G-Netz von E-Plus ist wiederum insgesamt vergleichsweise klein.

Auch die WLAN-Hotspots werden aufgerüstet

Die neuen Repeater sollen auch UMTS auf 2100 MHz sowie sämtliche LTE-Frequenzbereiche abdecken. Damit sollen die Kunden im Zug vor allem eine bessere Internet-Versorgung als bisher zur Verfügung haben. Der mobile Online-Zugang über UMTS und LTE kann dann als Alternative zu den WLAN-Hotspots in den Zügen genutzt werden. Je nach Versorgung der Bahnstrecke mit Mobilfunk-Basisstationen sind theoretisch Datenübertragungsraten von bis zu 300 MBit/s denkbar. Das ist die Maximalgeschwindigkeit, die die Telekom derzeit über LTE Advanced anbietet. Vodafone-Kunden surfen mit bis zu 225 MBit/s, Telefónica-Kunden haben offiziell bis zu 50 MBit/s zur Verfügung.

Vorteil des WLAN-Zugangs: Hier wird das Datenvolumen des eigenen Mobilfunktarifs nicht belastet. In der ersten Klasse stehen die Hotspots bereits kostenlos zur Verfügung. In der zweiten Klasse soll das Gratis-Angebot bis Juni kommenden Jahres folgen. Für die technische Ausstattung der rollenden WLAN-Hotspots läuft derzeit ebenfalls eine Ausschreibung. Dabei geht es nach Angaben der Pressestelle der Deutschen Bahn AG "um die Ausrüstung der Fernverkehrs-Züge mit einer technischen Ausstattung der neuesten Generation für den WLAN-Internetzugang".

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