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Dell Inspiron Mini 1012 im Test: Don't mess with Texas!01.02.2010
12:45
Wir haben uns den ersten Pine-Trail-Mini des texanischen Herstellers Dell gegriffen. Dell bietet seinen 10,1-Zöller optional mit HD-Ready-Anzeige an. In Kürze soll sogar eine HD-Option via Broadcom-Modul wählbar sein. Doch bis es soweit ist schauen wir uns erst einmal die Basic Variante des Inspiron Mini 1012 im Test genauer an. Soviel schon vorweg, es ist ein harter Brocken mit guter Laufzeit.
Dicker Brocken in Weiß
Feste Scharnier-Verankerung
Tasten für Vielschreiber
Leisetreter ohne LüfterDells Pine-Trail-Mini kommt ohne einen Lüfter aus. Das einzige Geräusch, das wir hören können, wird von der Festplatte verursacht. Dabei zeichnet sich die 160 GB Samsung-Festplatte durch ein leises Laufgeräusch und ein kaum wahrnehmbares Klackern der Lese- Schreibköpfe aus. Hier ist also alles im grünen Bereich. Es bleibt natürlich die Frage, ob solch ein Fanless-Design das Gehäuse übermäßig warm werden lässt. Dies ist nicht der Fall. Auf der Oberseite zeigt unser Infrarot-Thermometer höchstens 35 Grad an, das jedoch nur in der Mitte der Tastatur. Die Handballenauflage inklusive Touchpad bleibt mit 27 bis 29 Grad fast schon kühl. Die Unterseite des Gehäuses kann sich aber nicht gegen die Abwärme von Prozessor und Chipsatz erwehren. Wir messen in der Nähe der CPU bis zu 42 Grad. Wohlgemerkt, diese Temperaturen treten unter Belastung auf, also wenn man sich zum Beispiel ein Video anschaut oder iTunes benutzt. Kein Kraftpaket
HD in Sicht: Broadcom Crystal HD AcceleratorPine Trail typisch ist die GMA 3150 Grafik im Prozessor integriert. Dies soll für einen sinkenden Stromverbrauch und geringere Herstellungskosten sorgen. Wie schon die Vorgänger-Grafikkerne GMA950 bzw. GMA500 hat die GMA 3150 keinen integrierten HD-Beschleuniger. Aber Hersteller Dell hat bereits eine Lösung in Petto. Die noch nicht verfügbare Premium-Variante des Inspiron Mini 1012 besitzt neben einem HD-Ready-Display einen integrierten HD-Beschleuniger Chip von Broadcom. Der Broadcom Crystal HD Accelerator soll die Enkodierung von 720p und 1080p Filmen in die Hand nehmen. Der Adobe Flash Player 10.1. kann dazu auf die Rechenkapazität des HD-Chips zugreifen. Der Atom N450 allein ist für diese Enkodierung zu schwach. Broadcom Crystal HD ist damit eine Alternative zu Nvidia Ion Netbooks. Zukünftiger EntertainerVor uns steht die Basic-Variante des Dell Inspiron Mini 1012 mit WSVGA-Displayanzeige und ohne Beschleunigung durch den Broadcom-Chip. Doch ab Ende Februar wollen die Texaner auch vorkonfigurierte Modelle anbieten, die neben dem 1366 x 768 Pixel auflösenden HD-Ready-Display und dem Broadcom Crystal HD Chip auch einen eingebauten DVBT-Tuner besitzen. Letzterer kann je nach Konfiguration auch durch ein GPS-Modul ersetzt werden. Damit kann das Mini 1012 als Navigationsgerät genutzt werden. Helles Display
Sieben Stunden Surf-VergnügenWenn es schon mit HD-Videos nicht klappt, wie sieht es mit der Akkulaufzeit aus? Hierbei enttäuscht uns der Dell Inspiron Mini 1012 nicht. Erst nach ziemlich genau sieben Stunden kommt das Surf-Vergnügen fern der Steckdose zum Erliegen. Wir waren auf News-Seiten unterwegs und haben ab und an einen YouTube Clip geladen und abgespielt. Wer anspruchsloser ist und die Helligkeit auf die niedrigste Stufe setzt sowie das WLAN deaktiviert, der kann bis zu zwei Stunden mehr herausholen. Doch wo bleibt ohne WLAN und Surfen der Netbook-Gedanke? Anschlüsse ohne HDMIWie viele andere Netbooks auch rüstet Dell seinen Inspiron Mini 1012 nicht mit einem HDMI-Anschluss aus. Nutzer können also einen Fernseher nur über einen VGA-S-Video-Adapter anschließen. Für das vorliegende Netbook ist das nicht weiter tragisch, denn HD-Filme können mit dem schwachen Intel Atom N450 ohnehin nicht flüssig abgespielt werden. Für die Variante des Mini 1012 mit Broadcom-HD-Chip ist der fehlende HDMI-Port aber schmerzlich. Auf der linken Seite finden wir neben dem VGA-Anschluss zwei USB-Schnittstellen sowie einen CardReader. Letzterer unterstützt keine xD-Speicherkarten. Die rechte Gehäuseseite gibt einen USB-Port sowie einen Anschluss für das Netzwerkkabel frei. Zwei Audio-Anschlüsse sind natürlich obligatorisch. Fazit: Dell verbessert AkkulaufzeitDer Dell Inspiron Mini 1012 ist ein solides 10,1-Zoll Netbook mit einer sehr guten Laufzeit von sieben bis neun Stunden. Der Vorgänger Dell Mini 10 mit schwächerem Atom Z520 Prozessor erreichte mit seiner HD-Ready-Anzeige eine etwa gleiche Akkulaufzeit. Wer ein stabiles Netbook ohne Allerwelts-Gesicht sucht, der könnte sich mit dem Mini 1012 anfreunden. Wer aber mehr haben will, als nur ein normales Netbook zum Surfen, der sollte auf die HD-Ready Version warten und möglicherweise auch auf den HD-Chip von Broadcom. Die 1.366 mal 768 Pixel, die die HD-Variante mitbringt, bieten mehr Komofrt, vor allem beim Surfen. Der HD-Chip sorgt dafür, dass der 10-Zoller auch hochauflösend kodierte 720p- oder 1080p-Filme ruckelfrei wiedergeben kann. Eine dritte Option ist der DVBT-Tuner zum Empfang des digitalen terrestrischen Fernsehens. Einen HDMI-Anschluss für den Fernseher wird es aber auch in dieser Luxus-Ausstattung nicht geben. Schade. Dell Inspiron Mini 1012: Alle Bilder des Tests
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