Zu den bereits reichlich vorhandenen Gerüchten bezüglich des Betriebssystems für den Eee-PC wurde ein neues Detail hinzugefügt:
ASUS hat einen Mitarbeiter benannt, der mit fünf weiteren Angestellten die Zusammenarbeit mit dem Debian-Projekt aufbauen soll. Dieser heißt Robert Huang und hat von Ben Armstrong, seinem direkten Gegenüber von Seiten Debians, bereits einen
Statusreport mit den momentan wichtigen Themen erhalten.
Ob das bisher mit dem Eee-PC ausgelieferte Xandros-Linux ersetzt werden soll, läßt sich alleine aus dieser Tatsache nicht ableiten. Debian-Linux spielt jedoch eine besondere Rolle bei den Linux-Distributionen: Einerseits legt das Debian-Projekt sehr strenge Maßstäbe bezüglich der Lizenz an, unter der die Programmpakete verteilt werden dürfen. Andererseits bildet Debian die Basis für sehr viele andere Linux-Distributionen, wie z.B. Ubuntu, Knoppix, Mepis und nicht zuletzt Xandros bauen auf der Grundlagenarbeit, die Debian leistet auf.
Der Einsatz von Debian auf dem Eee-PC (Projektseite) würde die Installation von zusätzlicher Software auf dem Eee-PC erheblich erleichtern, da die Repositories sehr viel umfangreicher sind, als die von Xandros. Auch Software, die nicht von Debian zur Verfügung gestellt wird, sollte sich besser installieren lassen, da Debian als eine der Haupt-Linuxdistributionen in der Regel sehr gut von Entwicklern unterstützt wird.
Verbesserungen in Debian dienen somit der ganzen Linux-Eee-Community, da diese entweder "automatisch" in die abgeleiteten Distributionen übernommen werden, oder aufgrund der freien Lizenz gut auf andere Systeme (wie z.B. openSuse oder Fedora) übernommen werden dürfen.
Somit bleibt also trotz dem Momentanen XP-Hype trotzdem noch Hoffnung für Linux auf den Eee.
(via LinuxLoop, mehr zu Debian bei DistroWatch oder Debian selbst. Artikel von Stefan Waidele)