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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
DE-CIX - Die deutsche Drehscheibe des Internets27.04.2010
17:21 Hintergrund und Einblick in den Internet-Umschlagplatz
Für den Notfall stehen Dutzende große
Flaschen mit Löschgas bereit, um ein Feuer gleich im Keim zu
ersticken. Auf dem Dach des Rechenzentrums brummen die
Klimaanlagen für die Kühlung der Computer, daneben stehen große
Notstromaggregate. Und der Weg ins Innerste führt nur durch die
streng bewachte Personenschleuse. Der Frankfurter Internet-Knoten
DE-CIX
ist der wichtigste Umschlagplatz für Daten von zig
Millionen Nutzern in Zentral- und Osteuropa. Weltweit ist er damit
auf den Spitzenplatz gerückt und hat Amsterdam verdrängt. Selbst
in den USA, dem Heimatland des Internets, sind die Knoten nach
Angaben des Betreibers DE-CIX kleiner, da sie stärker dezentral
verteilt sind.
![]() DE-CIX-Mitbegründer Arnold Nipper vor den Internet-Routern Entstanden ist der Internet-Knoten vor 15 Jahren, erinnert sich Mitbegründer Arnold Nipper (51), verantwortlich für Betrieb und Weiterentwicklung. Damals ging es einfach darum, die Netze von drei Internet-Providern zu verbinden, damit die Daten auf direktem Weg von einem Netz zum anderen geschickt werden können. Denn vor der Gründung von DE-CIX war der Umweg über die USA notwendig - über den Atlantik rüber und wieder zurück. Das brauchte Zeit und kostete damals viel Geld. Heute hat die DE-CIX Management GmbH - eine Tochter des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (eco) - mehr als 350 Kunden. Dazu gehören nicht nur Internet-Anbieter aus Deutschland, Osteuropa und Asien, sondern viele Unternehmen, die auf sehr schnelle Leitungen und große Datenmengen angewiesen sind. Das sind zum Beispiel Spezialfirmen wie Akamai, die für Firmen wie Microsoft bei Software-Updates massenhafte Downloads ermöglicht. Auch einige TV-Stationen "senden" direkt an den Knoten. Und auch Rechner von Internet-Suchmaschinen sind direkt angeschlossen. "Google möchte so eng am Endkunden sein wie möglich", sagt Nipper. Dagegen sei die Deutsche Telekom kein großer Kunde, weil sie die Anbindung anderer Netze stärker auf eigene Faust betreibe. Auswirkungen der Nutzerverhalten auf den Traffic am DE-CIX konnten zum Beispiel währen der Fußball-EM vor zwei Jahren beobachtet werden. Wie ein großer Flughafen
Der innerste Kern des Frankfurter Internet-Knotens besteht aus einem unscheinbaren Computer in einem grauen Montageschrank. Aus Sicherheitsgründen ist hier alles doppelt ausgelegt - zum Beispiel für den Fall, dass ein Netzteil ausfällt. In Nachbarschränken stehen weitere Rechner, die Daten von großen Kunden wie Yahoo annehmen und weiterleiten. Doch DE-CIX hat eigentlich nicht einen Kern, sondern zwei Kerne, von denen einer immer als Reserve läuft, an getrennten Standorten. In nur zehn Millisekunden lassen sich die beiden Kern- Rechner umschalten, wenn es doch mal eine Panne geben sollte. Hinzu kommen noch untergeordnete Daten-Drehscheiben - insgesamt ist der Knoten heute auf zwölf Rechenzentren im Frankfurter Stadtgebiet verteilt. Ein Terabit pro Sekunde
Und die Menge steigt weiter immens an. In den vergangenen Jahren gab es alle zwölf Monate eine Verdoppelung, innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Menge mehr als vertausendfacht. Und die Verdoppelung pro Jahr dürfte sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen - wenn auch nicht unendlich. "Die Jahre des starken Wachstums werden sich abschwächen", erwartet Nipper. Heute hat die DE-CIX Management GmbH einen Jahresumsatz von rund zehn Millionen Euro und ist laut Orlowski profitabel. Angaben zu dem Gewinn, von dem der Internet-Verband eco profitiert, will das Unternehmen mit heute 15 Mitarbeitern allerdings nicht machen. Die Betreiber des Knotens unternehmen einen erheblichen Aufwand, damit das System immer verfügbar ist. Und was wäre, wenn der Knoten doch mal komplett abstürzt? Das dezentrale Internet würde in Deutschland wohl auch dann nicht komplett zum Stillstand kommen - doch massive Engpässe wären wahrscheinlich. Weitere Meldungen zum Thema DE-CIX
29.02.12 - IPv6 Umstellung: Nutzung steigt nur langsam |
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| Betreff | Autor | Datum | ![]() |
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| RE: und davon sin 99 % virueller "Müll" | nemesis001 | 28.04.10 07:47 | |||||||
| und davon sin 99 % virueller "Müll" | fe rnwe h | 28.04.10 01:56 | |||||||
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