Nach der
Forderung der Verbraucherzentralen nach
mehr Datenschutz bei einigen sozialen Netzwerken im
Internet
hat das Karriere-Portal
Xing
sofortige Veränderungen angekündigt. So würden zum Beispiel Forenbeiträge von
Ex-Mitgliedern gelöscht, sagte Xing-Sprecher Thorsten Vespermann heute der
Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. "Wir unterstützen alle Änderungsvorschläge",
sagte der Vorstandschef der Xing AG, Stefan Groß-Selbeck, in Hamburg. Die
Allgemeinen Geschäftsbedingen würden umgehend bei den Punkten aktualisiert, die
aus Sicht der Verbraucherzentrale eine Verbesserung darstellten. "Dafür sind
nur kleinere Anpassungen notwendig."
So sei man hinsichtlich der Forenbeiträge bislang davon ausgegangen, dass es
nützlicher sei, diese Beiträge im Netz zu belassen, sagte Vespermann. Das
entsprechende Diskussionsforum sollte nicht inhaltlich durchlöchert werden.
Löschen sei aber auch möglich und werde nun unverzüglich technisch umgesetzt.
Die Verbraucherzentralen hatten mehrere soziale Netzwerke im Internet wegen
Datenschutzmängeln abgemahnt. Die Plattformen Facebook, Lokalisten, MySpace, Wer-kennt-wen und Xing benachteiligten ihre Nutzer, hieß es.
Xing betonte, die Kundendaten lägen schon heute getrennt vom Firmensitz verteilt
auf mehreren Servern. Xing sei darüber hinaus voll verschlüsselt. Mitglieder
hätten stets die Kontrolle über ihre Daten und Privatsphäre. Bei dem Portal
können Nutzer ihre Profile anlegen und Kontakt-Netze knüpfen. Die Mitgliederzahl
stieg zuletzt um rund eine halbe Million auf mehr als 7,5 Millionen.