Nutzerdaten

De Maizière: Europäische Datenschutz-Regeln für Google und Amazon

Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert, dass US-Konzerne bei der Verarbeitung von Nutzerdaten aus der EU auch europäischen Datenschutzregeln folgen müssen. Gleichzeitig will er kommerzielle Datensammlungen in der EU erlauben.
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De Maizière fordert europäische Datenschutz-Regeln für Google und Amazon.De Maizière fordert europäische Datenschutz-Regeln für Google und Amazon. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat gleiche Spielregeln für europäische und nicht europäische Konzerne beim Datenschutz gefordert. Internet-Riesen wie Google oder Amazon müssten sich im Umgang mit Nutzerdaten den europäischen Bedingungen unterwerfen - egal, wo die technische Verarbeitung stattfinde, sagte de Maizière vor dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Freitag in Berlin.

Gleichzeitig sprach sich der Minister dafür aus, Datensammlungen für kommerzielle Zwecke EU-weit unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. So sei es denkbar, in der EU-Datenschutznovelle die Sammlung von persönlichen Informationen, etwa zu Konsumgewohnheiten, zu erlauben, wenn sie unter einem Pseudonym eingegeben werden. Bedingung wäre, dass die Informationen nicht zum ursprünglichen Nutzer rückverfolgt werden können. Die Datensammlung in großen Mengen ("Big Data") müsse auch in der EU möglich sein. Sonst sehe er große Standortprobleme.

Auch VDZ-Präsident Hubert Burda sprach sich für europaweite Spielregeln aus. US-Firmen hätten eine wesentlich freiere Hand im Umgang mit Daten als Unternehmen aus Europa. "Wenn die Amerikaner durchmarschieren, gibt es keinen europäischen Markt mehr", sagte Burda. Der VDZ hatte auf seinem zweitägigen Jahrestreffen über die Lage der Branche und Trends in der Medienlandschaft diskutiert.

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