teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 09.02.2012 

Privat war gestern: Wo wir Datenspuren hinterlassen

09.11.2009
16:19

Ob am Handy, beim Shopping oder im Büro: Überall wird gesammelt

Inhaltsverzeichnis:

1. Schon normale Festnetz- und Handy-Nutzung hinterlässt massiv Datenspuren
2. Weitere Datenlecks: PC, Navi und das Shopping-Center
Lidl, die Deutsche Bahn oder die Deutsche Telekom: Die Datenskandale häufen sich. Der Schutz persönlicher Daten scheint dieser Tage inflationär an Wert zu verlieren. Hinzu kommt der Drang nach Überwachung. Sei es durch Kameraüberwachung öffentlicher Plätze oder des Supermarktes oder auch das Durchforsten fremder Festplatten mit heimlich eingeschleusten Trojanern (auch Onlinedurchsuchung genannt), die Folge ist immer die Gleiche: Die Privatsphäre wird Stück für Stück beschnitten. Geschieht dies in großem Stil, berichten die Medien intensiv darüber. Symbolbild Datenschutz
Die Datensammelwut grassiert

Kleinere Einschränkungen des persönlichen, anonymen Raumes sind weniger spektakulär und drängen daher seltener in das Bewusstsein. Dabei ist hier häufig jeder betroffen, nicht nur eine begrenzte Gruppe durchleuchteter Angestellter eines Unternehmens. Denn für jeden Einzelnen wird es heutzutage nahezu unmöglich, den Alltag zu überstehen, ohne Datenspuren zu hinterlassen. Vielerorts verstecken sich Datensammler, mit dem Ziel das Kaufverhalten ihrer Kunden abzulesen, gezielte Werbung zu kreieren und letztendlich dadurch den Gewinn zu steigern. Das mag manchem nach relativ harmlos erscheinen. Doch die hinterlassenen Spuren ermöglichen auch, den Aufenthaltsort einzukreisen, ein Bewegungsprofil zu erstellen und im Extremfall jeden Schritt zu überwachen. Vielem setzt der Gesetzgeber Schranken vor, doch ist das Sammeln der Daten nicht generell verboten und macht so Missbrauch möglich.

Datenleck: Telefon

Wo bleiben denn eigentlich Datenabdrücke genau zurück? Man muss gar nicht aus dem Haus gehen, um Daten von sich preiszugeben. Greift man etwa zum Telefonhörer, sind die Telefongesellschaften durch eine EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung gezwungen, die so genannten Verkehrsdaten zu speichern. Das bedeutet, man kann im Nachhinein ablesen, wer welche Nummer gewählt hat und wie lange das Gespräch dauerte. Telefoniert man über das Internet, verbleibt die IP-Nummer im Speicher. Übermittelt das Telefon die Rufnummer, kann zusätzlich auch der Angerufene die Daten speichern.

Datenleck: Handy

Wer stattdessen zum Handy greift, kann der Kontrolle nicht entgehen. Auch hier dokumentieren die Gesellschaften die genannten Daten und zusätzlich sogar noch die Funkzelle, also den Aufenthaltsort, in dem das Mobiltelefon beim Gespräch eingebucht ist. Auch der Versand von SMS ist davon betroffen. Durch die zusätzliche Speicherung des Ortes lässt sich genau nachvollziehen, wo sich der Telefonierende wann und wie lange aufgehalten hat. Legal ist die Erstellung eines entsprechenden Bewegungsprofils zwar nicht, aber mit staatsanwaltlicher Genehmigung möglich. Mit entsprechender krimineller Energie und Zugang zu den Daten können auch Andere diese entsprechend filtern.

Manchmal ist es aber viel einfacher: Der Telefonierende gibt selbst seine Zustimmung, die eigene Position zu ermitteln und anderen zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht etwa zur Notfallrettung bei entsprechend spezialisierten Diensten oder um Freunden mitteilen zu können, wo man sich gerade aufhält. So sollen etwa spontane Treffs möglich sein. Selbst der Suchmaschinengigant Google betätigt sich in diesem Bereich mit dem Service Latitude. Bei diesem Dienst ist keine Dreieckspeilung in einer Mobilfunkzelle nötig, um den Aufenthaltsort zu ermitteln. Diesen gibt der Anwender selbst bekannt, indem er ein Handy mit GPS-Antenne nutzt, welches die Daten an den entsprechenden Server sendet und an registrierte Anwender weiterleitet. Ist das Mobiltelefon in ein WLAN eingebucht, lässt sich auch mithilfe der dort vom Router verwendeten IP-Nummer unter Umständen (sehr grob) der Aufenthaltsort ermitteln. Welche Services es noch gibt, wie diese funktionieren und wie auch dort Datenmissbrauch möglich ist, können Sie in unserem Artikel zur Handy-Ortung nachlesen.

Datenleck "dank" Bluetooth

Handys haben zudem ein mögliches Einfallstor, über das Unbefugte an Daten gelangen können: Bluetooth. Ist der kabellose Kurzstreckenfunk im Telefon aktiviert, können sämtliche Geräte, die ebenfalls Bluetooth unterstützen, im Empfangsradius (zehn Meter), Verbindung zum Handy aufnehmen und heimlich Daten auslesen. Das lässt sich aber glücklicherweise mit einigen Vorsichtsmaßnahmen verhindern. So sollte man Verbindungen immer nur nach ausdrücklicher Bestätigung ermöglichen und nicht automatisch. Ebenfalls sinnvoll: Lassen Sie das Handy nicht seine Position aussenden. Deaktivieren Sie den entsprechenden Eintrag in den Voreinstellungen. Aktivieren Sie Bluetooth nur, wenn Sie es benötigen, und schalten Sie es hinterher wieder ab. Das schont zudem den Akku.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wo sie im Alltag sonst noch Spuren hinterlassen, denn die Gelegenheiten sind zahlreich.

Angebote unserer Partner

Unitymedia: Mach’s 3play: Jetzt die Kombiangebote mit DigitalTV entdecken. Jetzt zugreifen!

 
1 2 >>
 
nächste Seite: Weitere Datenlecks: PC, Navi und das Shopping-Center
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Das neue Nokia Lumia 800: Jetzt informieren!
Alle-Netze-Flat fürs Smartphone. Jetzt sichern.

Hier klicken!
Mit congstar Full Flat in dt. Netze telefonieren
Hier klicken!
Nur 27,90€/Monat: Mobil-, Festnetz- und Internet-Flat

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Das ist genau der Grund... Moneysac 06.07.08 10:30
RE: Das ist genau der Grund... PatrickSH79 05.07.08 15:05
Das ist genau der Grund... Moneysac 05.07.08 10:03
RE: default PW? m_maier 24.06.08 19:32
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 09.11.2009:

- Zwei Jahre Apple iPhone in Deutschland
-  Neues Linux, altes Netbook: Ubuntu 9.10 auf dem Asus Eee PC 701
- Bei o2 gibt es in Kürze keinen Hardware-Zuschlag mehr
- TwitterPeek mit lebenslangem Twitter-Abo
- Wurm Ikee infiziert iPhones mit Jailbreak
-  Hands On: Eee PC 1008HA im Windows-7-Test
- Murdoch-Zeitungen künftig nicht mehr bei Google
- Privat war gestern: Wo wir Datenspuren hinterlassen
- Motorola Milestone: Touchscreen-Handy unter Android 2.0
-  Kein Windows 7 für Eee PC mit Snapdragon
- Telekom verschiebt Start von Entertain Pur
-  Fonic: Mobilfunk-Discounter mit Netbook-Angebot
- Eine Erfolgsgeschichte: Der Firefox wird fünf
- Apple plant "Welt-iPhone" im nächsten Jahr
- Kostenlose T-Mobile-SMS nicht für Provider- & Discounter-Kunden
-  Myka ION: Atom-Nettop für's Wohnzimmer
- Nokia startet Austausch-Programm für Ladegeräte
- Schlecker Prepaid: Ab sofort Community-Flat für 2,99 Euro
- Trendforscher: Mobiles Internet wird in wenigen Jahren Alltag
- T-Mobile: Heute kostenlose SMS zum Mauerfall-Jubiläum
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung

hier klicken!


hier klicken!



 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre