Missbrauch

Illegales Ausspähen von Daten auf dem Vormarsch

Der Datenklau ist auf dem Vormarsch. Allein in Mecklenburg-Vorpommern werden jedes Jahr 1 200 Fälle gemeldet, im Durchschnitt elf pro Woche. Daher sollten Internet-Nutzer im Umgang mit ihren Passwörtern, Kontonummern und Wohnadressen und Co. vorsichtig sein.
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Datenklau auf dem VormarschDatenklau auf dem Vormarsch Das illegale Ausspähen von persönlichen Daten und deren Missbrauch beschäftigt zunehmend auch die Justiz Mecklenburg-Vorpommerns. Wie Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) mitteilte, nahmen die Staatsanwaltschaften des Landes in den zurückliegenden beiden Jahren in rund 1 200 Fällen Ermittlungsverfahren auf, im Durchschnitt elf pro Woche. In aller Regel hätten die Täter die Daten zum Teil über die Manipulation von Computern über das Internet abgefangen. Wie viele der Fälle vor Gericht landeten und zur Höhe des Schadens wurde nichts mitgeteilt.

Kuder mahnte zu Vorsicht im Umgang mit Kontonummern, Wohnadressen, Pin-Codes oder Passwörtern. "Der Missbrauch lauert an allen Ecken und hat viele Gesichter", betont sie. So würden Kriminelle auf ungesicherten Seiten im Internet Daten mitlesen. Andere verkauften unerlaubt Adressen, die irgendwo hinterlassen wurden. An Geldautomaten würden Pins ausgespäht. Kuder riet, bewusst Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, aktuelle Anti-Viren- Schutzprogramme einzusetzen und in sozialen Netzwerken vorsichtig zu sein. "Der Schutz der eigenen Daten beginnt mit der kritischen Frage, welche Daten jeder wirklich preisgeben muss und will."

Eigene Daten müssen gut geschützt sein

Dem pflichtete auch der Landesdatenschutzbeauftragte Reinhard Dankert bei. "Viele werden erst stutzig, wenn sie auf ihrem Smartphone plötzlich schriftliche Angebote oder Anrufe bekommen. Woher die Absender die Telefonnummern haben, lässt sich meist nicht nachvollziehen und auch nicht, ob dies die einzigen persönlichen Daten in deren Besitz sind", sagte Dankert. Auch er riet dazu, eigene Daten zu gut schützen. Hilfe dabei biete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Internetseite [Link entfernt] "BSI für Bürger".

Was der Internet-Nutzer beachten muss, wenn seine Zugangsdaten gestohlen wurden, lesen Sie in unserem Hintergrundbericht.

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