Sync

Überblick: Daten-Synchronisation zwischen Smartphone und PC

Betriebssystem Windows Phone 7 bietet keine Anbindung an Outlook
AAA

Samsung-Geräte mit Android-System lassen sich von einem Exchange-Server mit Adressbuch und Terminkalender befüllen. Außerdem ergänzt die hauseigene Software Kies das Angebot: Per USB-Kabel ermöglicht Kies die Datensynchronisation mit einem PC – auch Outlook-Daten finden so ihren Weg. Allerdings gilt die Software als noch nicht vollständig ausgereift, viele Nutzer berichten von Problemen.

Datenabgleich mit Blackberry OS: Voll Business-tauglich

Nokia N8 mit Symbian^3 RIM bietet mit seinen auf Blackberry OS basierten Smartphones die aktuell wohl umfangreichsten Synchronisationsfunktionen. Der klassische Weg über Outlook auf dem PC schaltet die Blackberry Desktop Software zwischen – Kontakte, Termine und Aufgaben werden einwandfrei per USB-Kabel auf den Blackberry übertragen. Außerdem können sämtliche Daten auch online synchronisiert werden, entweder über einen Blackberry Enterprise Server (BES) oder auch per Exchange. Im letzteren Fall ist aber eine entsprechende Option nötig, die Anbieter von Hosted Exchanges aber jederzeit zuschalten können. In der Firma ist die Installation des BES ohnehin kein Problem.

Auch die Netzbetreiber haben entsprechende Optionen im Angebot, um den Blackberry mit einem PC synchron zu halten. Meist kosten diese Optionen um die 5 Euro pro Monat zusätzlich zum Vertrag. Mit dabei ist dann auch der Pushmail-Service, der die Blackberrys bekannt gemacht hat.

Symbian: Viele Sync-Möglichkeiten für Nokia-Handys

Ebenfalls viele Möglichkeiten bietet das etablierte Symbian-Betriebssystem. Sie können ein Symbian-Smartphone entweder klassisch per Kabel oder Bluetooth mit Nokias PC- oder Ovi-Suite am PC abgleichen und bekommen dann bis auf die Notizen sämtliche Daten aus Outlook aufs Smartphone. Ebenso kommt Symbian hervorragend mit Exchange-Servern zurecht, die Hersteller installieren hier allerdings verschiedene Programme: Nokia verwendet die eigene Exchange-Mailsoftware, Sony Ericsson setzt (wie teilweise auch bei Android-Geräten) auf Roadsync.

webOS und Bada: Datenabgleich am besten über Exchange

HTC HD7 mit Windows Phone 7 Auch die noch sehr neuen Systeme webOS und Bada kommen mit Exchange-Servern zurecht, webOS synct auch mit Google. Während Samsungs Bada sich auch per Kies-Software mit dem PC abgleichen lässt, fehlt bei Palm-Geräten mit webOS diese Möglichkeit. Eine Alternative ist zum Beispiel die kostenpflichtige Software The Missing Sync.

Fazit: Etablierte Systeme wie Symbian und Blackberry liegen vorne

Das Ergebnis überrascht. Etablierte Betriebssysteme wie Symbian und Blackberry OS ermöglichen einen umfassenden Datenabgleich mit Kontakten, Kalender, Aufgaben und Notizen der Bürosoftware Outlook. Ebenfalls erwähnenswert: Beim Anschließen an einen Computer werden die Geräte als Wechseldatenträger erkannt und das Befüllen mit Musik, Videos oder Dokumenten wird zum Kinderspiel. Auch Android-Smartphones arbeiten am PC als Wechseldatenträger, sind aber bei der Synchronisation auf Software der Hersteller angewiesen. Gleiches gilt fürs iPhone: Ohne iTunes geht hier nichts, dafür taugt das Apple-Gerät, zumindest in weiten Teilen, für den Businessalltag. Ausnahme: Wer einen Exchange- oder Google-Server nutzt, kann die Daten auch "over the air" abgleichen.

Dass das "alte" Windows Mobile beim Synchronisieren von persönlichen Daten keine Probleme mit PCs mit Windows-Betriebssystem hatte, war selbstverständlich. Windows Phone 7 hat Microsoft in dieser Hinsicht stark eingeschränkt: Kein direkter Abgleich mit Outlook, keine Aufgaben, keine Notizen und keine Wechseldatenträger-Funktion.

Blackberry hats vorgemacht: Der Cloud und der auch unterwegs möglichen Datensynchronisation über die Funkschnittstelle gehört die Zukunft. Per Exchange lassen sich mittlerweile alle Betriebssysteme mit Daten füttern. Allerdings kommen nicht alle auch mit Aufgaben und Notizen zurecht – hier zeigen die alten Hasen wie Symbian, Blackberry OS und Windows Mobile ihre Stärken.

erstezurück 1 2