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EU will für Internetnutzer bessere Kontrolle über ihre Daten

Kommission vor der Revision von Datenschutzregeln
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Internetnutzer sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission künftig effektiver über ihre persönlichen Daten im Netz bestimmen können und womöglich sogar ein "Recht, vergessen zu werden" erhalten. Die Nutzer müssten online gestellte Daten jederzeit korrigieren oder löschen können, sagte die für Grundrechte zuständige Kommissarin Viviane Reding in Brüssel. Dies schließe zum Beispiel die Kontrolle über Fotos ein, die ein Verbraucher von einer auf eine andere Seite verlege; die Bilder müssten dann von der ersten Seite auch wirklich entfernt werden. Daten im Internet

Die Kommission werde auch ein "Recht, vergessen zu werden" erwägen, kündigte Reding an. Bislang können freiwillig oder unfreiwillig veröffentlichte Daten die Betroffenen jahrelang verfolgen und zum Beispiel bei der Jobsuche Folgen haben, wenn sich der Personalchef im Netz ein Bild vom Bewerber macht. Die Kommission will in der zweiten Jahreshälfte neue Vorschläge zum Datenschutz machen. Die bisher geltende Gesetzgebung stammt von 1995. Die neuen Vorschläge sollen insbesondere der Entwicklung des Internets Rechnung tragen, das damals noch in den Kinderschuhen steckte.

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