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NDR und Radio Bremen starten neue Sender via DAB+

NDR Blue, KiRaKa und Bremen 4 Next gehen digital-terrestrisch auf Sendung
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NDR Blue neu in Norddeutschland über DAB+NDR Blue neu in Norddeutschland über DAB+ Neue terrestrische Töne gibt es von den ARD-Anstalten in Norddeutschland, allerdings nur für Besitzer von DAB+-tauglichen Digitalradios. Am 23. Oktober ging der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit NDR Blue auf Sendung. Hierbei handelt es sich um ein Programm für Freunde besonderer Rock- und Popmusik und für Liebhaber von Genres jenseits des Mainstreams. Auf der neuen Welle sind auch musikjournalistische Sendungen der übrigen NDR-Radioprogramme zu hören. Ein Vorgänger der neuen Welle lief bereits unter dem Namen "NDR Musik Plus".

NDR-Welle gegen den Mainstream

NDR Blue richtet sich an Hörer, die mit dem üblichen Charts-Gedudel und so genannter „getesteter Musik“, wie sie in Mainstream-Programmen zu hören ist, nichts anfangen können. Hier laufen Titel aus Rock- und Popmusik, aber auch an Genres wie R&B, Weltmusik, Deutschpop oder Jazz. Auf NDR Blue sind am Morgen von 6 bis 10 Uhr und am Abend von 17 bis 20 Uhr exklusiv zusammengestellte Musikstrecken zu hören. Tagsüber und an den Wochenenden laufen auf NDR Blue die musikjournalistischen Spezialsendungen von NDR Info, NDR 2 und N-JOY, wie zum Beispiel der NDR Info Nachtclub, der NDR 2 Soundcheck oder das N-JOY Music Meeting. Jeden Abend von Montag bis Freitag sendet NDR Blue den Mitschnitt eines Konzerts. Zudem bietet NDR Blue stündliche Nachrichten. Bisher können nur Teile der Nordländer Digitalradio vom NDR empfangen. Bisher sind das die Großräume Hamburg, Hannover/Braunschweig, Kiel, Schwerin und Oldenburg. Bis 2015 soll das Sendernetz flächendeckend ausgebaut werden. Wer DAB+ noch nicht empfängt oder außerhalb des Sendegebiets wohnt, kann den jüngsten Sprössling der Sendeanstalt im Internet als Webradio hören.

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In den Genuss neuer Radioprogramme kommen auch die Hörer von Radio Bremen, das laut einem Bericht im Branchendienst "Radioszene" im Februar 2013 digital loslegen will. Neben dem zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) verbreiteten Kindersender "KiRaKa", der auch in Nordrhein-Westfalen und im Saarland digital-terrestrisch zu hören ist, will die kleinste ARD-Anstalt auch Bremen 4 Next auf DAB+ verbreiten. Hierbei handelt es sich um einen Ableger der Popwelle Bremen 4 für neue Musik, der bisher nur im Internet zu hören ist.

Bislang galt der Norden nicht gerade als Eldorado für den digital-terrestrischen Hörfunk: In weiten Landesteilen von Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern ist DAB+ noch gar nicht vertreten. Die regionalen Privatsender haben laut einem Call-of-Interest der Medienanstalten noch kein Interesse an der neuen Hörfunktechnologie gezeigt, so dass die Medienanstalten auf eine Ausschreibung entsprechender Kapazitäten verzichteten. Die bundesweiten Privatradios und das Deutschlandradio sind vorrangig nur in den Landeshauptstädten und entlang der Autobahn A7 zu empfangen.

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