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ARD will weiter Neustart des digital-terrestrischen Rundfunks21.01.2010
17:11 Neuer Antrag bei der KEF für DAB+
Die ARD
will einen neuen Anlauf unternehmen, Rundfunkgebührenmittel
für einen Neustart des digitalen
terrestrischen Hörfunks im DAB-Nachfolgemodus DAB+ zu erhalten. Der
ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust hat auf einer Veranstaltung angekündigt, dass
die ARD einen neuen Projektantrag zu Digital Radio bei der
Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
(KEF) einreichen wird.
Allerdings werde der Neuantrag deutlich bescheidener ausfallen. Von einer
deutschlandweiten Versorgung mit DAB+ nimmt die ARD Abstand. "Wir werden
Digital Radio nicht bis ins letzte Seitental bringen", sagte Boudgoust laut
einem Beitrag im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk der
Betreibergesellschaft Digital Radio Mitteldeutschland.
Mit Blick auf den ausstehenden Neuantrag der ARD bei der KEF schützte Deutschlandradio-Intendant Willi Steul dem Bericht zufolge ein, der Ball liege auf dem Elfmeterpunkt. Nach dem neuerlichen Antrag müssten KEF und Landesmedienanstalten schießen. Für den Fall, dass die im VPRT organisierten Privatsender bei ihrer Ablehnung von DAB+ blieben, wurde diskutiert, ob dann die ARD alle Kanäle im geplanten bundesweiten Multiplex belegen werde. Peter Boudgoust bezeichnete dies als Notfallszenario. Allerdings schloss er aus, DAB+ gegen den Widerstand des privaten Rundfunks einzuführen. Aktuell läuft bei den Landesmedienanstalten die Ausschreibung für ein bundesweites Netz, bis zu einem Dutzend Plätze könnten von Privatradios belegt werden. Deutschlandradio bleibt auf DAB - Drittes Programm gestartetEntgegen ursprünglicher Absichten verbleibt das Deutschlandradio nun doch übergangsweise bis zum Neustart von DAB in den alten Multiplexen. Eigentlich wollten Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur zum Jahresende 2009 via DAB abschalten. Inzwischen wurde mit DRadio Wissen sogar das neue dritte Programm, das sich vorrangig an jüngere Hörerschichten und Studenten richtet, digital-terrestrisch aufgeschaltet. Einziges Manko: Die digitalen Sendegebiete wurden massiv beschnitten. In Hessen etwa wird nur noch im Rhein-Main-Gebiet gesendet, in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen nur noch entlang der wichtigsten Verkehrsrouten. Ob sich das Deutschlandradio am bundesweiten Neustart von DAB+ beteiligt, hängt unter anderem von Verhandlungen mit dem Netzbetreiber Media Broadcast ab und letztlich auch der Tatsache, ob die KEK wieder Gebührenmittel für DAB bereit stellt. Meinungen und Erfahrungen der Community:
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