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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 25.05.2013 |
D1 und D2 werden 20: Ein Blick 20 Jahre in die Vergangenheit30.06.2012
12:11 30. Juni/1. Juli 1992 - die GSM-Netze nehmen den Betrieb auf
"Kann ich mal telefonieren?" - Einer der am häufigsten gesagten Sätze von Horst Schimanskis in den
Tatort-Folgen aus Duisburg sagte. Der Griff in die Hosentasche zum eigenen Handy - Fehlanzeige.
Kein Wunder: Die Schimanski-Tatort-Folgen wurden bis 1991 gedreht. Die Handynetze, wie wir sie heute kennen,
gibt es aber erst seit exakt 20 Jahren. Am 30. Juni 1992 nahm D2 Mannesmann, heute Vodafone, den
Betrieb auf, einen Tag später das D1-Netz (Telekom Mobilfunk). Eine Revolution nahm ihren Lauf - wir werfen einen Blick
zurück.
Telekom hatte zum Netzstart nur 10 000 Geräte verfügbarDem offiziellen Netzstart der GSM-Netze, der ersten digitalen Mobilfunknetze, waren einige Querelen vorangegangen. So war das Netz eigentlich nur für West-Berlin und Westdeutschland geplant, weil die Vergabe der Lizenz kurz nach der Wiedervereinigung erfolgte. Es wurde schnell nachgeplant und so konnte das Netz für ganz Deutschland aufgebaut werden. Doch das nächste Problem stand im Raum: Es gab ein Netz, aber keine Handys. Das Problem war die Zulassung der Endgeräte. Die Telekom verkündete zum Start ihres Netzes, ihr stünden aktuell 10 000 Geräte von zwei Herstellern zur Verfügung, bis Jahresende 1992 seien es 38 000. Unvorstellbar geringe Zahlen, wenn man bedenkt, dass alleine für das Samsung Galaxy S3 weltweit Vorbestellungen in Höhe von neun Millionen Exemplaren vorlagen. Erhältlich waren bei der Telekom zunächst die Portables 324 zum Preis ab 3190 DM sowie 334 zum Preis von 3850 DM. Festeinbaugeräte für das Auto waren etwa 500 DM billiger. Das Portabel 314 zum Preis ab 3250 DM sowie die ersten Handgeräte mit etwa 3980 DM würden ab Herbst 1992 zur Verfügung stehen. Ähnlich die Lage bei D2: Die ersten D2-Telefone kosteten zwischen 2 500 DM und 3 000 DM. Dennoch: Die Kunden waren andere Preise gewohnt. Für ein Autotelefon im C-Netz legte man knapp 10 000 DM auf den Tisch. Erstes D2-Handy war ein "Knochen": Motorola International 3200
Mobiles Telefonieren war im Juni 1992 identisch mit einem Autotelefon und angesichts der Einstiegspreise und der hohen monatlichen "Grundgebühren" im C-Netz nur für gut betuchte Kreise finanzierbar. Mit den GSM-Netzen änderte sich das leicht. Doch von Full-Flatrates für 20 Euro oder Minutenpreise von 8 Cent war man damals noch weit entfernt. Vor 20 Jahren kostete eine Mobilfunkminute bei D2 während des Tages 1,44 DM bei monatlichen Grundkosten von 77,52 DM. In der Nebenzeit, also zwischen 19 Uhr und 7 Uhr, fielen 49 Pfennig pro Minute an. Auch die Telekom bat ihre Kunden mit 79 DM monatlich zur Kasse - verzichtete aber im ersten halben Jahr auf diese Grundkosten. Die Preise änderten sich grundlegend im Laufe der Mobilfunkgeschichte. Schon rund zehn Jahre später kostete der D2-Fun-Tarif im monatlichen Basispreis 10,99 Euro oder umgerechnet 21,51 DM. Die Minutenpreise mussten weiterhin extra beglichen werden. Telefonate im Ausland, Daten und SMS - alles kam erst (viel) später
Sieben Monate nach dem Start von D2 öffnete das erste Roaming die nationalen
Mobilfunkschranken. Bis dahin endete jedes Mobilfunkgespräch spätestens am Schlagbaum. Mehr noch: Geräte des
analogen C-Netzes wurden zum Schutz der nationalen Funklizenzen bisweilen an den Schlagbäumen zum
Nachbarland verplombt. Wer im analogen Netz funkte, war national geregelt. Mit dem gemeinsamen digitalen
GSM-Standard ordnete sich die Welt für die mobile Telefonie neu. Und dieses grenzlose Kommunikationsmodell
eroberte mit seinem technischen Standard von Europa aus die Welt. Heute können Kunden der Telekom und Vodafone
auf ihren Reisen in fast allen Ländern mobil telefonieren und haben weltweit mehrere hundert Netze zur Auswahl.
Allerdings war das grenzenlose Gespräch damals etwas kostspieliger als heute. So kostete die Verbindung von
Dänemark nach Deutschland
2,09 DM.
Die GSM-Netze waren damals reine Telefonie-Netze. Datenverkehr gab es keinen, GPRS wurde erst im Jahr 2000 eingeführt. Und auch die SMS, lange Zeit bei Jugendlichen das Kommunikationsmittel schlechthin, wurde erst 1995 eingeführt. Eigentlich war es nur ein Abfallprodukt im GSM-Standard, das für Netztechniker gedacht war. Die Kurznachrichten als Produkt zu vermarkten, war finanziell eine der besten Entscheidungen der Mobilfunkanbieter. Auch die heutigen Mitbewerber E-Plus und o2 starteten erst Jahre später. E-Plus nahm seinen Betrieb im Mai 1994 auf, o2 unter dem damaligen Namen Viag Interkom im Oktober 1998. Die Netzabdeckung: Landbevölkerung konnte noch nicht mit D1 und D2 telefonieren
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| Betreff | Autor | Datum | |||||||
| RE: E-Plus Netzstart 1994 | priestorian | 05.07.12 20:23 | |||||||
| RE: E-Plus Netzstart 1994 | Telly | 02.07.12 22:30 | |||||||
| RE: E-Plus Netzstart 1994 | paeffgen | 02.07.12 22:09 | |||||||
| RE: E-Plus Netzstart 1994 | koelli | 02.07.12 19:16 | |||||||
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