Deutschland

Connected Cars: Markt soll riesigen Sprung machen

Vernetzte Autos sollen künftig immer häufiger auf der Straße anzutreffen sein. Bis 2020 werden über 12 Millionen smarte PKW in Deutschland erwartet.
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Bereits in wenigen Jahren sollen Connected Cars ein fester Bestandteil des Straßen­verkehrs werden, wenn die Prognosen von DMO und Statista zutreffen. Demnach könnten bis 2020 etwa 12,4 Millionen intelligente Autos in Deutschland unterwegs sein.

Weltweit dürften die Zahl solcher Wagen bis dahin sogar auf über 160 Millionen steigen. Zum Vergleich: Bis Ende 2016 werden etwa drei Millionen Connected Cars in Deutschland zu zählen sein, vermutet statista. Besonders groß dürfte die Verbreitung von Services zur intelligenten Wartung und Diagnose der Autos sein. Bereits im Vorfeld der eCall-Pflicht in neuen PKW ab 2018, rüsten Hersteller ihre Fahrzeuge mit smarten Helfern aus.

Opel-Fahrer können etwa auf die Services von Opel OnStar zurückgreifen. Der Konzern verspricht Nutzern eine eierlegende Wollmilchsau, die sowohl Entertainment, Internetanbindung, Fahrzeugdiagnose und einen Notfallservice bieten soll. Darüber hinaus können sich Fahrer telefonisch von einem OnStar-Berater helfen und sich über den Fahrzeugstatus informieren lassen. Ab der Erstzulassung haben Nutzer zwölf Monate lang Zeit den Dienst kostenfrei zu testen. Anschließend fällt für OnStar eine jährliche Gebühr von 99 Euro an.

Mehr als nur Fahrvergnügen möchte BMW seinen Kunden mit ConnectedDrive bieten. Der Dienst bietet Nutzern eine Vielzahl an Apps und Services. Apropos Apps: Die zugehörige Smartphone-App lässt sich etwa nutzen, um den Wagen auf- oder abzuschließen. Aber natürlich sind auch die bekannten Entertainment-Player wie Spotify, TuneIn oder Audible auf der Plattform vertreten.

Microsoft, Google & Co. - Die Pläne der Tech-Firmen

Moderne PKW sollen in den nächsten Jahren schnell Verbreitung finden Moderne PKW sollen in den nächsten Jahren schnell Verbreitung finden Doch nicht nur die Automobilhersteller legen ihren Fokus auf Connected Cars. Auch die großen Tech-Firmen aus den USA sind in die Entwicklung neuer PKW-Lösungen involviert. Bei Apple wird etwa auf die Entwicklung eines Elektroautos spekuliert, Google präsentiert regelmäßig Fortschritte bei seinem autonomen Google Car, welches ohne einen menschlichen Fahrer auskommen soll. Auch Microsoft zeigt Engagement in dem Bereich und arbeitet mit dem schwedischen Autobauer Volvo zusammen. Unter anderem ist auch angedacht, dass Microsofts AR-Brille HoloLens künftig bei Volvo für Verkaufsgespräche genutzt wird.

Ein heikler Punkt bei den ganzen Vorteilen von Connected Cars ist allerdings der Faktor Datenschutz. Schließlich sammeln die Autos jede Menge Informationen - teils sogar die Standortdaten, wie netzpolitik.org berichtet. Zudem erscheint es auch extrem wichtig, dass die Sicherheit bei aller Vernetzung nicht zu kurz kommt. Denn auch Fahrzeug-Hacks sind nicht ausgeschlossen.

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