Personalie

congstar: Der Chef geht - die Probleme bleiben

Unternehmen kündigt Maßnahmen gegen angekratztes Image an
Kommentare (1603)
AAA

congstar-Chef Dr. Alexander LautzVerlässt das Unternehmen:
congstar-Geschäftsführer
Dr. Alexander Lautz
Der Chef der Telekom-Discount-Tochter congstar, Dr. Alexander Lautz, wird das Unternehmen - offiziell "auf eigenen Wunsch" - noch Ende dieses Monats verlassen. Wie teltarif.de von congstar erfuhr, laufen aber bereits Gespräche über einen Nachfolger, die "schon sehr weit fortgeschritten" seien. Bis dahin wird der zweite congstar-Geschäftsführer, Guido Scheffler, die Aufgaben von Lautz kommissarisch übernehmen.

congstar: Weggang Lautz' erfolgt "ganz freiwillig"

Sonja Kubczak, Sprecherin des Kölner Unternehmens, betonte im Gespräch mit unserer Redaktion, es habe sich nicht um einen Rauswurf oder eine Strafversetzung von Lautz gehandelt, der ab April für das Marketing des Geschäftsfelds "Connected Car" bei T-Systems zuständig sein wird. Vielmehr sei der Weggang Lautz' "wirklich eine ganz freiwillige und unabhängige Entscheidung".

Unbestritten ist allerdings - auch seitens congstar -, dass das Unternehmen mit internen (System-) Problemen und einem angekratzten Image zu kämpfen hat. "Dass wir an bestimmten Stellen - etwa der Rechnungslegung oder dem Kundenservice - nachbessern müssen, wissen wir", sagt Sonja Kubczak. "Gerade jetzt müssen wir unser Image pflegen, um aus den negativen Schlagzeilen herauszukommen." Immerhin: Ende März werde man wieder "in den Regel-Zyklus" bei der Rechnungserstellung eintreten und den Kunden ihre Rechnungen dann wieder zeitnah zu stellen, kündigte Sonja Kubczak an.

"Die Marke congstar steht nicht zur Disposition"

Dass die Deutsche Telekom die Marke congstar komplett einstampfen könnte, hält die PR-Managerin indes für unrealistisch: "Die Marke congstar steht nicht zur Disposition." Gleichzeitig gibt sich das Unternehmen selbstbewusst und verweist auf kontinuierliches Wachstum - trotz der aufgetretenen Probleme. "Der Trend geht nach oben, stetig - und das ungebrochen, trotz der negativen Berichterstattung."

Für die kommenden Monate kündigte Kubczak gegenüber teltarif.de an, die Aktivitäten im Social-Media-Bereich deutlich auszuweiten. Hier habe man bereits konkrete Pläne und wolle einiges ausprobieren. Zudem habe man erst kürzlich ein Twitter-Account gestartet, um auch über diesen Kanal Support zu bieten.