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Sofortige Portierung: congstar korrigiert Kunden-Information

Telekom-Discounter reagiert auf Test von teltarif.de
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Korrektur: congstar empfiehlt keine Kündigung mehr bei sofortiger PortierungKorrektur: congstar empfiehlt keine Kündigung mehr bei sofortiger Portierung Vor einigen Tagen testete teltarif.de die sofortige Portierung einer Mobilfunknummer von o2 zu congstar. Wie in unserem Erfahrungsbericht geschildert, lief dabei nicht alles glatt. Besonders fatal für normale Kunden, die sich nicht eingehend mit der Thematik beschäftigen, war eine falsche Information seitens congstar. Der Anbieter forderte die Kunden auf, ihren Vertrag bei ihrem alten Mobilfunkanbieter zu kündigen. Das ist jedoch bei der sofortigen Portierung nicht notwendig und somit falsch. Nach dem Bericht von teltarif.de hat congstar jetzt reagiert und die Informationen umgestellt.

Der im Forum und in E-Mails an die Kunden gegebene Hinweis sei "tatsächlich unzutreffend und erfolgte versehentlich", ließ uns congstar heute wissen. "congstar ermöglicht selbstverständlich gemäß den Vorgaben des TKG die sofortige Portierung." Gleichzeitig verwies congstar darauf, dass derzeit weiterhin ein Interimsprozess bei der sofortige Portierung angewandt wird, und es dadurch "leider noch nicht immer reibungslos" läuft. Diesen Übergangsprozess hatte der Regulierer bis Dezember genehmigt, um den Anbietern die Möglichkeit zu gaben, die technischen Erfordernisse für die sofortige Portierung umzusetzen. Diese sofortige Mitnahme der Nummer ohne dass das Ende eines Vertrags abgewartet werden muss, ist erst seit Mai möglich. congstar ließ und weiter wissen, man werde den Test zum Anlass nehmen, "unsere Informationen und Kundenkommunikation zu überprüfen und wenn erforderlich zu korrigieren".

In der Tat wurde die Formulierung im Forum bereits geändert. Die Kunden werden nun gebeten, unmittelbar nach der Bestellung eine E-Mail an den Kundenservice zu schreiben oder diesen anzurufen und diesen darüber zu informieren, dass die Portierung der Rufnummer eine sofortige Portierung sei. Dann kann der Vorgang beim alten Anbieter korrekt angestoßen werden. Ohne diese Information würde congstar aktuell offenbar eine normale Portierung zum Vertragsende anfragen, die aufgrund der fehlenden Kündigung abgelehnt werden würde.

Forum umgestellt, E-Mail an Kunden noch nicht

In einem erneuten Test unserer Redaktion trug die Hotline diese Anmerkung ein. In der Bestellbestätigung, die wir zuvor per E-Mail erhielten, wurden wir jedoch weiter aufgefordert, unseren alten Vertrag im Fall einer sofortigen Portierung zu kündigen, damit die Nummer portiert werden könne. Hier wurde die Information also offenbar noch nicht geändert. Auch in den Abläufen scheint es weiterhin zu hapern. Denn trotz des Telefonats mit der Hotline erreichte uns wenige Stunden später die Ablehnung der Rufnummernportierung, da wir nicht gekündigt hatten. In jedem Fall kann es nicht schaden, den bisherigen Anbieter vorab darüber zu informieren, dass man plant, die Rufnummer zu portieren.

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