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Tipps und Tricks für Netbook-Schrauber

Um bei einem Netbook einen Blick ins Innere zu werfen, ist kaum Werkzeug, aber ein wenig handwerkliches Geschick nötig. Auch wenn jedes Gerät anders ist, gleichen sich viele Netbooks an grundlegenden Stellen.
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Innenleben eines NetbooksInnenleben eines Netbooks Netbooks von der Stange sind gut und schön, aber Potenzial für Verbesserungen gibt es dann doch häufig. Dem Einen ist die Festplatte zu klein, dem Anderen reicht der Arbeitsspeicher nicht aus. Diese zwei Punkte lassen sich jedoch vergleichsweise einfach beheben, denn auch an einem Netbook lässt sich zumindest ein wenig herumbasteln.

Bevor es ans konkrete Öffnen des Computers und Austauschen der Komponenten geht, allerdings noch ein Hinweis zur Garantie. Wer an seinem elektronischen Gerät hantiert, geht immer ein gewisses Risiko ein. Spätestens wenn das Garantiesiegel durchbrochen ist, wird es im Ernstfall schwierig, vom Hersteller noch Hilfe oder Ersatz zu erhalten. Wer jedoch vorsichtig vorgeht und etwas Fachwissen und handwerkliches Geschick mitbringt, sollte etwa vom Austausch einer Festplatte nicht überfordert werden. In jedem Fall muss vor der Bastel-Aktion das Gerät heruntergefahren und der Akku entnommen werden. Der ambitionierte Schrauber sollte sich zudem selbst erden, etwa durch einen Griff an die Heizung, um elektrische Ladungen zu verhindern.

Arbeitsspeicher wechseln meist kein Problem

Arbeitsspeicher liegt oft hinter einer kleinen KlappeArbeitsspeicher liegt oft hinter einer kleinen Klappe Zwar lässt sich jedes Netbook-Modell anders öffnen, weshalb konkrete Anleitungen kaum möglich sind, einige Dinge sind jedoch häufig ähnlich gelöst. Für den Austausch des Arbeitsspeichers etwa gibt es meist eine kleine Klappe an der Unterseite, die sich mit einer Schraube oder sogar nur mit den Fingern öffnen lässt. Acer beispielsweise bietet bei manchen Netbooks sogar eine Klappe über die nahezu komplette Unterseite an, die sich über einige wenige Schrauben öffnen lässt und Zugriff auf nahezu das komplette Innenleben bietet. Das ist vorbildlich, allerdings selten.

Häufig verstecken die Hersteller die zum Öffnen eines Netbooks nötigen Schrauben, beispielsweise unter den kleinen Gummifüßen, die bei Netbooks oft verbaut sind. Bei vielen Modellen, etwa einigen von Asus, Lenovo und HP, muss zudem die Tastatur entfernt werden, um an das Innenleben zu gelangen. Die hierfür notwendigen Schrauben sitzen häufig hinter oder unter dem Akku.

Universalwerkzeug Plastikkarte

Oft muss die Tastatur weichenOft muss die Tastatur weichen Um das Gehäuse selbst zu öffnen, müssen häufig die beiden Hälften der Hülle voneinander getrennt werden. Hier sollte nicht mit einem Schraubenzieher oder ähnlichen spitzen Werkzeugen gearbeitet werden, sondern es bietet sich eine Plastikkarte an, etwa eine abgelaufene Kreditkarte. Hiermit kann die Nut zwischen den Gehäuseteilen einmal entlang gefahren werden, wodurch die Clips gelöst werden, die die beiden Teile zusammenhalten. Auch für das Herauslösen der Tastatur ist eine Plastikkarte hilfreich.

Das Austauschen etwa der Festplatte ist meist vergleichsweise einfach. Netbooks nutzen reguläre 2,5-Zoll-Festplatten, die genormt sind und eigentlich in alle Gehäuse passen sollten. Auch SSDs einzubauen ist dank der Spezifikationen kein Problem. Für zusätzliche Bauteile wie einen Grafikchip oder ein UMTS-Modem muss im Einzelfall ein passendes Plätzchen im meist gut gefüllten Netbook-Inneren gefunden werden, das klappt leider nicht immer, wie etwa der Versuch mit einem Asus Eee PC 1005HA-M und einer Broadcom Crystal HD gezeigt hat.

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