teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 26.05.2012 

Die Trends im Breitband-Jahr 2006

Schnellere Anschlüsse, mehr Anwendungen und günstigere Preise

Inhaltsverzeichnis:

1. Neue Zugangstechnologien für das schnelle Internet
2. DSL dominiert noch immer den Breitband-Markt
3. Bundesnetzagentur ebnet den Weg für mehr Wettbewerb

Das Internet-Jahr 2006 stand ganz im Zeichen von mehr Breitband, schnelleren Datenübertragungsraten, alternativen Zugangstechnologien, mehr Anwendungen und sinkenden Preisen. Der Provider 1&1 führte gleich zu Beginn des Jahres erste ADSL2+-Anschlüsse in Deutschland mit Datenübertragungsraten von bis zu 16 MBit/s im Downstream ein. Inzwischen ermöglichte die T-Com sogar in zwölf Städten per VDSL Anschluss-Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s, die Anschlüsse des Kabelnetz-Betreibers Kabel BW erreichten immerhin bis zu 25 MBit/s im Downstream. Um den Kunden jedoch auch die höhere Bandbreite zu verkaufen, mussten neue Anwendungen her: "Triple Play" lautete daher das Wort der Stunde - Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung.

Nutzer, die sich mit weniger Bandbreite begnügten, profitierten dagegen von sinkenden Preisen. Zu Beginn des Jahres kosteten die günstigsten so genannten DSL-City-Flatrates 5 bis 7 Euro pro Monat, bundesweit verfügbare Pauschalzugänge waren ab 8 bis 10 Euro im Monat erhältlich. Später wandten sich viele Provider wieder von dem Großstadtbewohner bevorzugenden City-Flat-Modell ab. Hoffnung für Landbewohner brachten jetzt zudem andere breitbandige Zugangstechnologien wie EDGE, UMTS, HSDPA und WiMAX.

Offener Regulierungsstreit um das neue VDSL-Netz der Telekom

Die dominierende Breitband-Technologie hierzulande war weiterhin DSL: Inzwischen waren knapp 15 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland aufgeschaltet, wobei die alternativen Anschlussanbieter und die DSL-Reseller mittlerweile genauso viele Endkundenverträge auf sich vereinten wie die Telekom. Hoffnungsträger des Bonner Konzerns war das neue VDSL-Netz. Weitere Investitionen in das Hochgeschwindigkeitsnetz in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro sowie den Erhalt von rund 5 000 Arbeitsplätzen machte die Telekom jedoch von einer Regulierungsbefreiung abhängig.

Kernpunkt des anhaltenden Regulierungsstreits um das schnelle Glasfasernetz war die Frage des "neuen Marktes". Stellte das VDSL-Netz einen neuen Markt dar, könnte die Telekom mit einer Regulierungsbefreiung rechnen - sonst nicht. Für das Unternehmen selbst stellte die Bandbreite den Unterschied zwischen VDSL und herkömmlichen DSL-Angeboten dar, andere sahen dadurch keinen neuen Markt begründet. Die Bundesregierung unterstützte die Telekom und wollte sie vorübergehend von der Regulierung freistellen, eine entsprechende Regelung sah die gegen Jahresende verabschiedete TKG-Novelle vor. Die EU-Kommission aber wandte sich strikt gegen eine Ausnahmeregelung und bereitete ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Berlin vor. Die alternativen Netzbetreiber hingegen kündigten an, ihre Investitionen in den Netzausbau zu stoppen.

Der Konzern wollte über das Glasfasernetz nicht nur den Internetzugang und Telefonie (VoIP) anbieten, sondern auch Fernsehinhalte. Die T-Com hatte sich dafür die prestigeträchtigen Internet-Übertragungsrechte für die laufende Saison sowie zwei weitere Spielzeiten der Fußball-Bundesliga gesichert.

Aktuelle Artikel zum Thema Regulierung des neuen VDSL-Netzes der Telekom RSS

ADSL2+: Der erste Schritt zu deutlich schnelleren Anschlüssen

Die meisten Endkunden interessierte der Regulierungsstreit sicherlich ohnehin nicht. Zwar war in den zwölf VDSL-Städten bereits großflächige Werbung für das T-Home genannte Triple-Play-Produkt zu sehen, doch die monatlichen Grundkosten waren mit mindestens 65 Euro im Monat hoch und die Datenübertragungsrate von bis zu 50 MBit/s nicht notwendig für damalige Internetdienste. Fernsehinhalte in HDTV-Qualität, Sprachtelefonie und Internetdaten ließen sich nämlich parallel auch über die auf kurze Entfernung theoretisch bis zu 25 MBit/s schnellen ADSL2+-Anschlüsse übertragen.

Erste ADSL2+-Anschlüsse in Deutschland waren bereits Ende 2005 von Anbietern wie AOL, debitel, HanseNet und Versatel geschaltet worden, doch so richtig los ging die Vermarktung der schnelleren Anschlüsse ab Januar dieses Jahres, nachdem sich auch 1&1 sowie Arcor in die Riege der ADSL2+-Anbieter einreihten. Im Februar zählten wir für einen Vergleich der Angebote bereits neun regional begrenzte ADSL2+-Angebote, die allesamt über die Netze alternativer Betreiber realisiert wurden. Die T-Com schaltete solche Anschlüsse erst Ende Mai. Gegen Jahresende führten viele DSL-Anbieter diese Anschlussklasse, im T-DSL-Bereich kostete ein ADSL2+-Anschluss etwa knapp 30 Euro im Monat.
 

1 2 3 >>
 
nächste Seite: DSL dominiert noch immer den Breitband-Markt
Anzeige:

mit 3 Flats + mtl. 120 Freiminuten nur 36,911) €/mtl.Advertisement
Jetzt günstig: das HTC One X mit Smartphone-Tarif.

Handy-Allnetflat ab 19,90€/mtl. Yourfone.de
Hier klicken!
Neu von simyo: ALL-NET FLAT für nur 19,90 €/Monat.
Werbung

hier klicken!Advertisement



 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 190 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre