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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Festnetz 2006: Viele neue Call-by-Call-AnbieterAußerdem: Mobilfunkterminierung und neue T-Com-TarifeInhaltsverzeichnis:1. Neue Interconnection-Preise2. Erste Flatrate für Gespräche zum Mobilfunk 3. Konvergenz und Internet by Call
Der Telekommunikations-Markt teilte sich im Jahr 2006
mehr denn je in schmalbandige und
breitbandige Dienste auf. Zu den schmalbandigen
Diensten gehörte die klassische Einwahl ins Internet per Modem
oder ISDN. Aber auch die Sprachtelefonie spielte auf
diesem Markt eine große Rolle.
nächste Seite: Erste Flatrate für Gespräche zum Mobilfunk
Prägend für den Endkundenmarkt waren vor allem zwei Dinge: Neue Interconnection-Kosten für Festnetz- und Mobilfunk-Gespräche sowie neue Tarife der Deutschen Telekom. Vor allem die neuen T-Com-Tarife machten von sich reden, passend zur Internationalen Funkausstellung. Nicht nur, dass die T-Com für den Breitband-Markt relevante Pakete vorstellte, auch für die reine Sprachtelefonie gab es neue Angebote. Bemerkenswert vor allem: Die T-Com verabschiedete sich mit den neuen Tarifen von den bislang kurzen Vertragslaufzeiten. Wer nun bei der T-Com einen Anschluss bestellte und dabei nicht auf den Tarif CallPlus bestand, verpflichtete sich für zwölf Monate Vertragslaufzeit. Bis dato hatten alle T-Com-Tarife eine Laufzeit von nur einem Monat. Für die Deutsche Telekom war das Jahr 2006 kein leichtes. Ihr gingen zahlreiche Kunden verloren, die zur inzwischen zahlreichen Konkurrenz wechselten. 500 000 Anschlüsse pro Quartal waren es im Schnitt, die bei der Telekom ab- und bei den Mitbewerbern aufgeschaltet wurden. Die fortwährend schlechten Zahlen brachten Kai-Uwe Ricke als Vorstandsvorsitzendem immer mehr in Bedrängnis und führten schließlich im Herbst zu seinem Rücktritt. Rickes Nachfolger wurde der bisherige T-Mobile-Chef René Obermann. Erstmals Regulierung von MobilfunkterminierungDie Bundesnetzagentur entschied 2006 nicht nur über die Interconnection-Kosten für Festnetzgespräche, sondern auch erstmals über die Terminierungsentgelte für Gespräche zum Mobilfunk. Die Kosten sanken dabei. Dies hatte in der Folge auch Auswirkungen auf die Kosten, die der Endkunde zu zahlen hatte.
Während die Festnetz-Terminierungsentgelte um durchschnittlich nur
10 Prozent sanken, hatte die Entscheidung zur
Mobilfunkterminierung einen besonderen Stellenwert: Erstmals wurden die Kosten für die
Terminierung von Gesprächen in die Mobilfunknetze vom Regulierer festgelegt. Bislang
hatten die Anbieter selbst Angebote vorlegen oder individuelle Vereinbarungen treffen
können. Festnetzanbieter forderten seit langem, dass die Interconnection-Kosten für
Mobilfunkgespräche auf 5 Cent pro Minute sinken sollten. In diesem Jahr blieb der
Regulierer jedoch erst einmal bei Netto-Preisen von knapp unter 9 bzw. 10 Cent
pro Minute.
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