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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Security 2005: Cybercrime, Phishing und mobile SchädlingeGrößte Schwachstelle bei der Computersicherheit ist mangelnde VorsichtInhaltsverzeichnis:1. Maßgeschneiderte Malware und der Leichtsinn der Nutzer2. Die Tarnungen der Viren-Mails und Schädlings-Routinen 3. Phishing, Browser-Sicherheit und mobile Schädlinge
Auf über 15 000 Viren, Würmer und Trojaner
schätzten die Virenjäger die Zahl der im Jahr 2005 neu
aufgetauchten Bedrohungen im Internet. Viele neue Schädlinge
waren dabei, aber auch alte Bekannte wie Sober, Mydoom, Netsky oder Bagle demonstrierten
erstaunliche Beharrlichkeit und plagten die Internetnutzer mit immer neuen Varianten. Dabei
verwandelte sich die Spielwiese der Teenie-Virenschreiber, die, um kurze Momente des
Ruhmes zu erleben, Hunderttausende von Internetnutzern schikanierten, zunehmend in ein
Gewerbegebiet der Cyberkriminellen. Es wurde vermutet, dass der Umsatz mit der
Cyberkriminalität den Umsatz des Drogenhandels inzwischen schon
überstieg. Der wirtschaftliche Schaden war immens. Allein
in Europa schätzten Experten die Schäden durch
Hackerangriffe auf jährlich über 22 Milliarden Euro.
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Unser Security-Bericht für das Jahr 2005 fasst die wichtigsten Entwicklungen der Internet-Security zusammen: Von Internet-Viren und Spam-Plage und Online-Betrug per Phishing über die Browser-Sicherheit bis hin zu den mobilen Schädlingen geben wir einen Überblick über die Security-Trends 2005. Cyberkriminelle dominieren zunehmend die Hackerszene
Bot-Netze unter der Kontrolle der CybergangsInwieweit man der düsteren Vermutung mancher Sicherheitsexperten glauben durfe, im Netz würden sich zunehmend mafiose Strukturen ausbreiten, blieb unklar. Ob wirklich mit der Androhung, die Rechner des Unternehmens zu kapern, Schutzgelder von Firmen erpresst wurden, ist nicht bewiesen. Es scheint aber außer Frage zu stehen, dass etwa zum Jahresende weltweit zehntausende von Rechnern privater Nutzer unter der Kontrolle der kriminellen Cybergangs standen. Die Netzwerke von Zombie-Rechnern, auch Bot-Nets genannt, werden normalerweise als Spam-Schleudern an die Spam-Industrie vermietet. Michael Dickkopf vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte: "Ein infizierter Rechner kann 100 000 Mails pro Stunde verschicken." Die zusammengeschlossenen Rechner eines Bot-Netzes bringen es dann schnell auf 100 Millionen Mails die Stunde. Größte Schwachstelle bei der Computersicherheit sind unbedachte NutzerDie millionenfache Flut der Spam-Mails war lästig für die Nutzer und lukrativ für die Versender und die Betreiber der Bot-Netze als deren E-Mail-Dienstleister. Aber dies ist zugleich gefährlich, denn auch die meisten Internet-Schädlinge verbreiten sich bevorzugt per Massenmail und mischen sich in die Spam-Flut. Von Sensations-Betreffzeilen geködert lassen sich Internet-Nutzer zu dem fatalen Mausklick auf den Viren-beladenen E-Mail-Anhang verleiten und geben damit in schon fast sträflichem Leichtsinn ihren Rechner in die Hände der Cyberkriminellen. Schätzungen gingen zu dieser Zeit davon aus, dass etwa 10 Prozent der Nutzer Spam-Mails auf den Leim gehen. Sollte die Zahl der Nutzer, die unvorsichtig Viren-beladene Anhänge öffnen, auch nur annähernd so hoch gewesen sein, lag das traurige Fazit auf der Hand: Die größte Schwachstelle bei der Computersicherheit war die Unvorsicht der Nutzer, die trotz der immer wieder ausgesprochenen Warnung, E-Mails unbekannter Herkunft nicht zu öffnen, sondern sofort zu löschen, weiter unbedacht auf die Mailanhänge klickten.
Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
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