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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Preisschraube abwärts: Die Discount-Story 20052005 war das Jahr der Mobilfunk-Discounter
Als Tchibo im Oktober 2004
mit einem ersten Discountangebot an den Start ging, war zwar absehbar, dass sich
Nachahmer finden würden. Doch dass die Entwicklung auf dem Discountmarkt im Jahr danach
dermaßen rasant fortschreiten würde, hat viele dann doch überrascht. Nun tummelten
sich eine ganze Reihe Anbieter in diesem Segment und drehten munter an der
Preisschraube. Die Preise im Mobilfunk sanken im Zuge dieser
Markteintritte deutlich: Gegen Jahresende konnte mit einer
Prepaid-Karte von einem
Mobilfunk-Discounter bereits zu Minutenpreisen
zwischen 14 und 16 Cent in alle deutschen Netze telefoniert werden, netzinterne
Gespräche waren bereits ab 5 Cent pro Minute möglich - und im Rahmen von Aktionen
konnten Kunden bestimmter Discounter untereinander sogar kostenlos telefonieren,
nachdem ein Jahr zuvor der Tchibo-Tarif mit damals 35 Cent in alle Netze als
attraktives Angebot gegolten hatte. Dabei fing alles
relativ harmlos an.
nächste Seite: Branchenfremde Discounter etablieren sich
In den ersten Monaten dümpelte das Discounter-Jahr noch behäbig vor sich hin. Doch verschiedene Anbieter bastelten offenbar an Modellen für die neue Low-Cost-Mobiltelefonie. Nachdem die Prepaid-Tarife von Schwarzfunk das Tchibo-Angebot Ende März unterboten hatte, trat mit simply ein neues Produkt auf die Mobilfunk-Bühne: Der Service-Provider Victorvox, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Drillisch AG, bot einen Mobilfunkvertrag ohne Mindestvertragslaufzeit, monatliche Grundgebühr und Mindestumsatz an. Es handelte sich jedoch um ein Post-Paid-Produkt. Gespräche ins deutsche Festnetz, netzinterne Gespräche und Verbindungen zur Mailbox kosteten 29 Cent pro Minute, für Gespräche in andere deutsche Mobilfunknetze wurden 39 Cent pro Minute verlangt. Eine SMS kostete ab 15 Cent. Das war durchaus nicht schlecht, aber noch kein wirklich großer Schritt. Die neue Schmerzgrenze
Mit Blau.de kam Mitte September dann ein Anbieter hinzu, der die Palette nicht nur mit einer neuen Farbe, sondern auch mit einem rechnerischen Minutenpreis von 17,9 Cent bereichterte. Faktisch wurden allerdings 19 Cent pro Minute abgerechnet und die Differenz danach wieder auf dem Kundenkonto gutgeschrieben. Das war ein netter Versuch, der aber nicht überzeugte. Nur wenige Tage später trat dann klarmobil.de auf den Plan, die Discount-Marke von mobilcom. Wie auch simply setzte dieser Anbieter auf die Kombination der Vorteile von Prepaid- und Postpaid-Karten. Gespräche in deutsche Telefonnetze kosteten mit diesem Tarif nach wie vor 18 Cent pro Minute, SMS 13 Cent. Anders als bei den E-Plus-Discountern simyo, debitel-light und Blau.de wurden auch Verbindungen zur Mailbox mit 18 Cent pro Minute berechnet. Interessant war hier die Möglichkeit, die bisherige Rufnummer zu klarmobil.de zu portieren.
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