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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 20.05.2013 |
2005: Das Jahr der Flatrate-TarifeStichworte des Jahres: Base-Start, UMTS fürs Zuhause, entbündeltes DSL
Das Jahr 2005 war das Jahr der fallenden Preise - sowohl im
Festnetz- als auch im Mobilfunk-
und Internet-Bereich. Bei den Festnetz- und
DSL-Anschlüssen heizten Wettbewerber wie
Arcor, HanseNet,
Versatel, 1&1,
AOL und freenet der Marktführerin
Deutsche Telekom ein, im Mobilfunk starteten so genannte
Discounter den Angriff auf die Platzhirsche
T-Mobile, Vodafone,
E-Plus und o2. Die Kunden profitierten vom
verstärkten Konkurrenzkampf.
Start der Mobilfunk-Discounter und der Flatrate-Marke BaseFür Bewegung im Mobilfunk sorgten vor allem neue Anbieter mit schlanker Vertriebsstruktur wie simyo, Blau, debitel-light, klarmobil, easymobile (heute callmobile) oder simply, die nicht nur auf günstige Gesprächspreise, sondern auch auf einfache, überschaubare Tarife setzten. Sogar der Lebensmittel-Discounter Aldi stieg erfolgreich mit einem eigenen Prepaid-Tarif in den Mobilfunkmarkt ein. Der Konkurrent Lidl dagegen verpasste den günstigen Zeitpunkt für einen Marktstart und zog erst 2007 mit dem Fonic-Angebot von o2 nach.
Ende des Jahres waren Handy-Telefonate in alle deutschen Netze für 14 Cent pro Minute möglich, netzinterne Gespräche kosteten sogar schon damals teilweise nur 5 Cent pro Minute. Mancher Anbieter - zum Beispiel Aldi - hielt noch lange an diesen Preismodellen fest, während andere wie simyo auf einen 9,9-Cent-Einheitstarif umschwenkten. Der Konkurrenzdruck durch die neuen Billiganbieter zwang auch Netzbetreiber wie T-Mobile und Vodafone, die Preise in ihren Prepaid-Tarifen zu senken. Für Vieltelefonierer stand dagegen ab August mit dem Angebot Base erstmals ein Flatrate-Tarif für Handy-Gespräche zur Auswahl. Im Grundpreis von 25 Euro pro Monat waren alle Gespräche ins deutsche Festnetz und ins E-Plus-Netz bereits enthalten, ebenso alle netzinternen SMS. UMTS-Internetangebote als Ersatz für den FestnetzanschlussNoch keine Konkurrenz durch Billiganbieter spürten die Netzbetreiber 2005 im Bereich mobiles Internet. Vodafone bot im März mit ZuhauseWeb und der Talk&Web-Box den ersten UMTS-basierten Internetzugang für die Nutzung zu Hause an - zu Preisen zwischen 30 und 40 Euro im Monat für 5 GB Datenvolumen oder 60 Online-Stunden inklusive. o2 lieferte im Monat darauf die ersten surf@home-Router seines Festnetz-Ersatzangebots aus. Mit dem Nokia 6680 erschien auch das erste UMTS-Handy auf dem deutschen Markt, das den Namen wirklich verdiente. Die Finnen deuteten zudem mit den funktionsreichen Geräten der neuen N-Serie an, was Mobiltelefone zukünftig alles würden leisten können. Samsung präsentierte gegen Jahresende mit den Modellen SGH-Z510 und SGH-Z540 die mit 14,9 Millimetern bis dahin flachsten UMTS-Handys. Im August erlebten Handy-Fans die Geburtsstunde des ersten Walkman-Handys W800i von Sony Ericsson. Festnetz-Flatrates für 10 Euro im MonatGeringere Nutzungskosten für Handy-Gespräche und mobiles Internet sowie schnellere Datenübertragungen über das Mobilfunknetz setzten die klassischen Telefonfirmen unter Druck. Vor allem die Deutsche Telekom verzeichnete fortan einen deutlichen Kundenschwund, auf den sie mit einem umfassenden Stellenabbau sowie einem neuen Tarifangebot rund um die Flatrate-Gruppe XXL reagierte - es sollte nicht die letzte Tarifoffensive des in die Defensive gedrängten ehemaligen Monopolisten sein. Im selben Jahr zog die Telekom jedoch auch einen endgültigen Schlussstrich unter das bis dahin so populäre kostenfreie xxl-Surfen über lokale Einwahlnummern am Wochenende. Ursache für den Kundenexodus bei der Telekom war nicht nur die zunehmende Konkurrenz der Mobilfunker, sondern auch die Einführung attraktiver Paketangebote der alternativen Vollanschluss-Anbieter. HanseNet und Versatel etwa boten ihren Kunden erste Sprach-Flatrates für Telefonate ins deutsche Festnetz für knapp 10 Euro im Monat an. DSL: Noch ging es kaum ohne die TelekomBei DSL-Anschlüssen verzeichnete die Telekom-Konkurrenz der alternativen Anbieter und der DSL-Reseller inzwischen einen Marktanteil von 40 Prozent, vor allem 1&1 legte deutlich zu. Die Anzahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland lag Ende des Jahres bei 10,4 Millionen und damit um 50 Prozent höher als Ende 2004. Der Ansturm auf die schnellen Internetanschlüsse sowie ein schwerer Software-Fehler bei der Telekom führten zwischenzeitlich sogar zu einem regelrechten Chaos bei der Neuschaltung von DSL-Anschlüssen. Erste DSL-Anbieter ohne Infrastruktur machten sich nicht nur aus einem solchen Grund unabhängiger von der Telekom: Tiscali schaltete zum Beispiel in Frankfurt am Main mit Hilfe des Netzbetreibers Telefónica erste entbündelte DSL-Anschlüsse. Inzwischen bieten solche reinen DSL-Anschlüsse sogar einen spürbaren Preisvorteil gegenüber den Festnetz-DSL-Paketen. 2005 profitierten vor allem Bewohner der Ballungsräume von sinkenden DSL-Preisen (City-Flatrates) und auf bis zu 16 MBit/s im Downstream (ADSL2+) steigenden Bandbreiten, während Landbewohnern oftmals nur teurere Zugänge oder gar nur der Internetzugang über die herkömmliche Telefonleitung blieb. Hoffnungen steckten Betroffene fortan in die neuen WiMAX-Angebote, bei denen die letzte Meile per Funkverbindung überbrückt wird. Beispielsweise erschlossen die DBD Deutsche Breitbanddienste und Arcor Stadtteile in Berlin und Kaiserslautern auf diese Weise. Doch WiMAX konnte bislang die Erwartungen nicht erfüllen, als erschwingliche Breitband-Zugangstechnologie für DSL-lose Gebiete in großem Maßstab zur Verfügung zu stellen. Auch das Internet über TV-Kabel war damals noch nicht konkurrenzfähig zu DSL. Weitere Ereignisse in diesem Jahr
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