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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 15.02.2012 

Security 2004: Viren, Phishing und Handy-Trojaner

Über 100 000 verschiedene Viren machten das Internet unsicher

Inhaltsverzeichnis:

1. Die prominenten Viren 2004: Mydoom, Netsky, Sasser und Bagle
2. Virenkrieg und Phishing-Mails
3. Windows XP Service Pack 2, Spyware und Handy-Trojaner

Viren-Epidemien mit weltweit Millionen infizierten Computern, Phishing, eine seinerzeit neue Art des Online-Betrugs, Microsofts Service Pack 2 für Windows XP und die ersten Würmer auf Handys - das waren die Security-Themen des Jahres. Mydoom, Netsky, Sasser und Bagle sind die nur prominentesten Vertreter der Schädlings-Gattung Internet-Virus, die im Jahr 2004 die Internet-Nutzer auf Trab hielten. Insgesamt sichteten Virenjäger im Verlauf des Jahres über 10 000 neue Viren, Würmer und Trojaner. Der Anbieter von Sicherheitssoftware F-Secure meldete den 100 000sten Vertreter der Viren-Spezies - wer es immer noch wagte, seinen Rechner ohne aktuellen Virenscanner mit dem Internet zu verbinden, konnte innerhalb weniger Minuten einen Schädling im System haben.

Microsoft muss Mydoom-Angriff ausweichen

Den Reigen der großen Viren-Epidemien 2004 eröffnete Mydoom. Der Internet-Wurm raste Anfang Februar durchs Netz und infizierte allein innerhalb von 24 Stunden über 300 000 Rechner. Zu Hochzeiten verursachte er zehn Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs. Den Schreibern des Schädlings war offenbar viel an der Publicity ihres Produktes gelegen: Mydoom hatte einige spektakuläre Denial of Service-Attacken (DoS) einprogrammiert. Die Webserver des amerikanischen Softwareherstellers SCO gingen für mehrere Tage in die Knie. Microsoft konnte dem angekündigten DoS-Angriff nur durch Verlagerung seiner Webseiten auf eine Alternativadresse ausweichen.

"2004 war das Jahr des Netsky"

Die diversen Mutationen des Wurmes Netsky machten nach dem ersten Erscheinen im Februar massiv seit April das Netz unsicher - am 23. April hatte er schon alle Buchstaben durchdekliniert. Netsky.X demonstrierte eine Abneigung gegen die schulische Bildung und griff Server von Bildungseinrichtungen an. Netsky.P wurde mit einem Anteil von 22,6 Prozent Spitzenreiter in der Rangliste der zehn schlimmsten Viren des Jahres beim Sicherheits-Spezialisten Sophos.

Sasser-Panik legt das Rechnernetz der Postbank lahm

Nach Netsky machte Anfang Mai Sasser die Runde. Schlampig programmiert wie er war, schickte der Wurm die Opfer-Rechner unbeabsichtigt in eine nervtötende Ein- und Ausschaltschleife. Auch Sasser entwickelte schnell neue Varianten, und die um sich greifende Panik legte bundesweit das Rechnernetz der Postbank lahm. Der als Vorsichtsmaßnahme erhöhte Firewall-Grenzwert war so hoch gesetzt worden, dass gleich gar nichts mehr ging.

Netsky und Sasser sollten auch, nachdem ihr Autor, ein 18-jähriger Schüler aus Niedersachsen, am 8. Mai festgenommen worden war, ihren Siegeszug in den Virenhitlisten fortsetzen. Noch im November war Netsky.P der am häufigsten gemeldete Virus. Graham Cluley von Sophos resümiert: "2004 war das Jahr des Netsky. Sagenhafte fünf Varianten davon haben es in die Jahres-Rangliste geschafft. Damit ist erwiesenermaßen ein deutscher Teenager für mehr als die Hälfte aller 2004 gemeldeten Virenvorfälle verantwortlich."

© Pixel / fotolia.de Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre