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Chromebook im Test: Samsung Series 5 hat zwei Seiten

Zwei Seiten der Medaille bei Hard- und Software
AAA

Das Samsung Series 5 ist das erste Chromebook, das in Deutschland erhältlich ist. Während die Version mit integriertem UMTS-Modem erneut verschoben wurde und nun Ende kommender Woche ausgeliefert werden soll, ist das WLAN-Chromebook für 399 Euro zu haben. Doch was bekommen die Kunden hier für ihr Geld? Wir haben nach dem ersten Ausprobieren das Samsung Series 5 Chromebook nun im Test genauer untersucht.

Schnellstarter: In wenigen Sekunden ist das Chromebook einsatzbereitSchnellstarter: In wenigen Sekunden ist das Chromebook einsatzbereit Die technische Basis des Chromebook von Samsung bildet eine Netbook-Plattform. Angetrieben wird das Gerät von einem Intel Atom N570, der Arbeitsspeicher liegt bei 2 GB. Eine herkömmliche Festplatte ist nicht an Bord, dafür eine flotte SSD mit allerdings nur 16 GB Speicherplatz. Mehr braucht das Chromebook allerdings auch nicht, denn das Betriebssystem Google Chrome OS ist komplett auf die Nutzung von Internet-basierten Diensten ausgelegt, sowohl für Programme als auch Datenspeicherung. Die Schnittstellen sind mit zwei USB-Ports, einem Kartenleser, einem Headset-Port sowie einem Bildschirmausgang, für den ein VGA-Adapter beiliegt, nicht gerade üppig ausgefallen. Die Auflösung des 12,1 Zoll großen, matten Displays liegt bei 1 366 mal 768 Pixel.

Gute und schlechte Aspekte bei der Hardware des Chromebook

Das Samsung Series 5 Chromebook ist ein Plastik-BomberDas Samsung Series 5 Chromebook ist ein Plastik-Bomber Bei der Verarbeitung gibt sich Samsung wie gewohnt keine Blöße. Das Series 5 Chromebook mit der genauen Typenbezeichnung XE500C21-A03DE wirkt solide, hat keine übermäßigen Spaltmaße und macht einen robusten Eindruck. Nicht so recht passen will aber das Material. Samsung hat hier vergleichsweise billig wirkenden Kunststoff verarbeitet, der alles andere als edel wirkt. Die Oberflächen sind eine Mischung aus glänzend und matt und haben nach einigen Stunden Nutzung viele Fingerabdrücke und Schmutz angezogen.

Die Chiclet-Tastatur ist Samsung sehr gut gelungen. Die Tasten haben ein klaren Druckpunkt, das Tastenfeld ist stabil und die Abstände zwischen den einzelnen Knöpfen stimmen. Für Google Chrome OS wurden einige Änderungen vorgenommen, etwa eine Suchtaste eingefügt und die F-Tasten mit festen Aufgaben versehen. Das Touchpad ist wie bei Apple auf nahezu der ganzen Fläche klickbar, eine rechte Maustaste gibt es nicht. Die Leistung des Touchpads reicht allerdings nicht an die Tastatur ran. Auch bei hoch eingestellter Sensitivität springt der Cursor ab und an, beim Scrollen geht es ebenfalls nicht immer geradlinig und flüssig zu. Die Qualität der verbauten Lautsprecher ist mittelmäßig.

Die Tastatur ist hervorragend, das Touchpad wenigerDie Tastatur ist hervorragend, das Touchpad weniger Brillieren kann das Samsung Series 5 Chromebook in jedem Fall bei der Akku-Laufzeit. Im Test waren zwischen sieben und neun Stunden wirklich aktive Nutzung drin. Bei sporadischem Surfen und Mailen ist das Chromebook damit locker mehrere Tage ohne Steckdosenkontakt nutzbar, zumal im Schlafmodus - wenn einfach nur der Deckel zugeklappt wird - offenbar nahezu keine Energie verbraucht wird. Sehr gut ist auch der WLAN-Empfang, hier kommt dem Chromebook vielleicht das Kunststoff-Material zu Gute.

Nun lassen wir aber die Hardware hinter uns und kümmern uns auf der zweiten Seite um das Betriebssystem Chrome OS auf dem Samsung Series 5.

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